Apple veröffentlicht neue Betaversion von macOS High Sierra

22. Jun 2017 10:45 Uhr - Redaktion

Zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 in San Jose kündigte Apple das neue Betriebssystem macOS High Sierra an. Dessen Betatest geht nun in die zweite Runde. Entwickler können sich ab sofort den frischen Build 17A291j herunterladen. Die neue Vorabfassung wartet mit Stabilitäts- und Leistungsoptimierungen, Feinschliff an den neuen Funktionen sowie vielen Fehlerkorrekturen auf.

Eine erste öffentliche Betaversion von macOS High Sierra wird Apple Ende dieser oder Anfang nächster Woche zum Download bereitstellen. Die Fertigstellung von macOS 10.13 wird für September oder Oktober erwartet. In puncto Systemanforderungen hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts geändert – das neue Betriebssystem ist mit allen Macs kompatibel, auf denen macOS Sierra läuft.

macOS High Sierra

macOS High Sierra: Zweite Betaversion steht zum Download bereit.
Foto: Apple.



macOS High Sierra ist ein auf Feinschliff, Leistung und Technologie getrimmtes Release in der Tradition von OS X Snow Leopard und OS X El Capitan. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören das moderne Dateisystem APFS, Unterstützung für externe Grafikkarten (eGPU), Integration des Video-Codecs HEVC alias H.265, iCloud-Dateisharing, die stark verbesserte Version 2.0 der Grafikengine Metal mit Unterstützung für Virtual-Reality-Lösungen und der Web-Browser Safari 11, der eine verbesserte Performance bietet und das automatische Abspielen von Videos blockiert.

APFS ist für SSDs und große Datenmengen optimiert und zeichnet sich durch eine höhere Performance gegenüber HFS und Funktionen wie native Verschlüsselung, Anlegen von Snapshots und Clones sowie robusten Schutz von Daten bei Stromausfällen oder Systemabstürzen aus. Bei der Installation von macOS 10.13 kann der Nutzer entscheiden, ob das Startlaufwerk zu APFS konvertiert werden soll – unter Beibehaltung aller Daten und der Softwarekompatibilität. Die Umstellung ist auch nachträglich möglich.

macOS High Sierra mit eGPU

macOS High Sierra unterstützt externe Grafikkarten.
Foto: Apple.



HEVC bietet eine um bis zu 40 Prozent höhere Effizienz als der Vorgänger H.264, während beim iCloud-Dateisharing Links für andere Nutzer erzeugt werden. Die eGPU-Unterstützung befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, sie ermöglicht die Nutzung von AMD- und Nvidia-Grafikkarten in externen PCIe-Erweiterungsgehäusen, die per Thunderbolt an den Mac angebunden werden. Dadurch lässt sich die Leistung älterer Systeme und von Macs, die lediglich über einen Intel-Grafikchip verfügen, deutlich steigern (mehr dazu hier).

Mit Metal 2.0 wird der Mac zur Virtual-Reality-Plattform, außerdem bietet die neue Version der Grafikengine sowohl Leistungsoptimierungen als auch zusätzliche Funktionen für die Entwicklung bzw. Portierung von Spielen auf den Mac. Im Verbund mit externen Grafikkarten wird der Mac als Spieleplattform deutlich attraktiver.