macOS 10.13.4 verbessert Unterstützung für externe Grafikkarten

26. Jan 2018 13:00 Uhr - Redaktion

Mit macOS High Sierra hat Apple bekanntlich offizielle Unterstützung für externe, via Thunderbolt angebundene Grafikkarten (eGPU) eingeführt. Momentan befindet sich der eGPU-Support noch in der Betaphase, laut Apple wird sich dies im Frühjahr ändern. macOS 10.13.4 ebnet dafür den Weg.

Das seit Wochenmitte im Betatest befindliche Betriebssystemupdate wartet mit signifikanten Verbesserungen für den Betrieb externer Grafikkarten auf. Beispielsweise können externe Grafikkarten nun während des laufenden Betriebs ins System eingebunden werden - ein Logout ist dazu nicht mehr erforderlich. Zudem gibt es ein systemweites Statusmenü, mit dem eine eGPU ausgeworfen werden kann.

macOS 10.13.4 bietet volle Unterstützung für die neuen AMD-Grafikkarten Radeon Vega 56/64. Außerdem ist nun der eGPU-Betrieb am MacBook Pro mit zugeklapptem Bildschirm möglich. Darüber hinaus wurden viele Fehlerkorrekturen und Optimierungen im Zusammenhang mit der eGPU-Unterstützung vorgenommen. Das finale macOS 10.13.4 wird für den März erwartet.

 
macOS High Sierra mit eGPU
 
macOS 10.13.4 bietet verbesserte eGPU-Unterstützung.
Foto: Apple.

 

Eine Einschränkung besteht allerdings unverändert fort: Die internen iMac- und MacBook-Pro-Displays sind von der eGPU-Beschleunigung weiterhin ausgenommen. Monitore müssen direkt mit der Grafikkarte verbunden werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Apple diese Limitierung über kurz oder lang beheben wird.

Für den Betrieb einer externen Grafikkarte (von AMD oder Nvidia) am Mac wird ein Thunderbolt-3-Gehäuse mit PCIe-Steckplatz benötigt, beispielsweise Breakaway Box von Sonnet Technologies, Node von Akitio oder Devil Box von PowerColor. Per Adapter ist auch der Betrieb an Thunderbolt-2-Macs möglich. Sonnet Technologies bietet zudem zwei Lösungen mit integrierter AMD-Grafikkarte an: Puck Radeon RX 560 und Puck Radeon RX 570.

Von der Rechenpower moderner Grafikkarten profitieren nicht nur Spiele und 3D-Programme. Technologien wie OpenCL und CUDA stellen die Grafikkarten-Leistung auch nichtgrafischen Anwendungen zur Verfügung, wodurch die Gesamtleistung des Systems erhöht wird. Im Fall von OpenCL kümmert sich automatisch macOS darum, während für CUDA die Installation einer (kostenfreien) Nvidia-Software erforderlich ist.

Nähere Informationen in "Hintergründe und Details zur eGPU-Unterstützung in macOS High Sierra".

Nachtrag (09. März): Externe Grafikkarten: Apple sägt Unterstützung für Thunderbolt 2 ab.

Kommentare

das ganze egpu thema lässt einen erahnen, dass der kommende mac pro intern nicht  mit standard gpus erweiterbar sein wird. es wird sich nicht um einen tower handeln und gpu nutzung wird nur durch teure extra hardware möglich sein. bin gespannt wie heftig der preisaufschlag werden wird, damit man in diesem bereich noch mit macos arbeiten zu kann.

Es gibt keinen konkreten Hinweis, der deine Spekulation stützt.

Apple hat im April 2017 deutlich gesagt, dass der Fokus der User auf leistungsstarken Single-Karten liegt (und nicht im Dual-GPU-Konzept des alten Mac Pro). Thunderbolt 3 ist für solche High-End-Karten zu schwach von der Bandbreite her. Es geht nur intern. Ein Mac Pro ohne PCIe-Steckplätze wäre ein völliger Widerspruch zu diesen Aussagen. Ich würde Geld darauf wetten, dass es wieder PCIe-Steckplätze im nächsten Mac Pro gibt. Alles andere wäre Schwachsinn.

Warten wir die paar Monate noch ab, ich denke, spätestens zur WWDC 2018 kommt die Ankündigung.