Bericht: Bing und Yahoo wollen Standard-Suchmaschine in Safari werden

26. Nov. 2014 15:00 Uhr - sw

Seit vielen Jahren ist Google die voreingestellte Suchmaschine des Web-Browsers Safari, sowohl in OS X als auch im iOS. Doch dies könnte sich ab kommendem Jahr ändern. Laut dem Online-Magazin The Information läuft die im Jahr 2010 zwischen Apple und Google vereinbarte Suchmaschinen-Partnerschaft 2015 aus.


Safari

Web-Browser Safari: Noch ist Google die Standard-Suchmaschine.
Bild: Apple.



Demnach bringen sich Microsoft und Yahoo als mögliche Nachfolger in Stellung. Beide Unternehmen hätten in dieser Angelegenheit bereits das Gespräch mit Eddy Cue, der für Apples Internetdienste verantwortlich ist, gesucht, schreibt die Publikation unter Berufung auf informierte Kreise. Schon jetzt arbeiten Microsoft und Yahoo mit Apple zusammen. Microsoft liefert Bing-Suchergebnisse für den Sprachassistenten Siri, während Yahoo Aktienkursinformationen zur Verfügung stellt.

Eine Entscheidung hinsichtlich der künftigen Standard-Suchmaschine in Safari soll noch nicht gefallen sein. Gut möglich, dass Google weiterhin voreingestellt sein wird. An Bord dürfte das Unternehmen ohnehin bleiben, schließlich bieten beide Apple-Betriebssysteme dem Anwender die Möglichkeit, die Standard-Suchmaschine zu ändern. Zur Auswahl stehen Bing, DuckDuckGo, Google und Yahoo.

Google musste erst vor wenigen Tagen einen Rückschlag hinnehmen. Mozilla gab bekannt, das weltweite Suchmaschinen-Abkommen mit Google nicht zu verlängern. In den USA ist ab Dezember Yahoo statt Google die voreingestellte Suchmaschine im Web-Browser Firefox.

Kommentare

Seitdem das Ausmaß der NSA-Spionage öffentlich bekannt ist, benutze ich nur noch Startpage.

Funktioniert prima.

Beste Grüße
ponath

Was soll Startpage sein? Nie gehört...

Werde ich mir mal genauer ansehen. Klingt auf den ersten Blick schon mal nicht schlecht.

Microsoft hatte lange den Explorer als vorinstallierten Browser bei Windows, bis die EU wegen der Monopolstellung klagte. Jetzt geht die EU wohl gegen google vor. Wenn Apple weiter erfolgreich wächst, ist auch diese Firma an der Reihe.

Es wäre für die Wettbewerbshüter ein leichtes vorzuschreiben, dass es gar keine Voreinstellung geben darf, egal ob Browser, Suchmaschine, oder sonst was noch alles kommen kann. Bei der Suchmaschine wäre das in etwa so:
Bei der Systeminstallation wird in der Reihe der Einstellungen, die man zur Einrichtung des Systems machen muss, auch gefragt, welche Suchmaschine man als Standard haben möchte - entweder sofort entscheiden oder später. Wenn man es nicht sofort festlegt, wird beim ersten Versuch, im Browser zu suchen die Routine gestartet. Und: damit die in der Auswahlliste erst genannte Suchmaschine kein Vorteil hat, wird vorgeschrieben, dass die Reihenfolge jedes Mal per Zufallsgenerator entsteht.
Technisch wäre das alles machbar, gesetzlich ließe es sich festlegen. Die Frage ist natürlich, ob der politische Wille der Wettbewerbshüter stärker ist als die der Unternehmenslobbyisten. Aber bis auf die einmalige Abfrage bei einer Neuinstallation würde es die User Experience überhaupt nicht tangieren...

Just my two cents.

RoKe