Bloomberg: Nächste Mac-Modelle mit Apple-Chips kommen im Frühjahr

07. Dez. 2020 13:30 Uhr - Redaktion

MacBook Air, Mac mini und MacBook Pro mit M1-Chip sind nur der erste Schritt. Sukzessive werden alle Mac-Baureihen mit Apple-Prozessoren ausgestattet, und nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll die nächste Phase der Umstellung im Frühjahr über die Bühne gehen. Von neuen Chips mit bis zu 32 Hochleistungskernen (beim M1 sind es nur vier - und bereits die sorgen für ordentlich Dampf) ist die Rede, ebenso von einem Apple-Grafikchip mit bis zu 128 Kernen.

"Die nächste Serie von Chips des Unternehmens, die bereits im Frühjahr und später im Herbst auf den Markt kommen soll, ist für aktualisierte Versionen des MacBook Pro vorgesehen, sowohl für iMac Einstiegs- als auch für High-End-Desktops und später für eine neue Mac Pro Workstation", schreibt heute der mit besten Kontakten zum Apple-Umfeld ausgestattete Bloomberg-Journalist Mark Gurman zusammen mit seinem Kollegen Ian King unter Berufung auf Personen, die mit Apples Plänen vertraut sein sollen.

Dies passt zu den bestehenden Gerüchten, wonach unter anderem das 16-Zoll-MacBook-Pro und der kleine iMac als Nächstes an der Reihe sind. In diesem Zusammenhang wird über eine leistungsstärkere Variante des M1-Chips spekuliert, wie auch immer diese benannt sein wird. Wir hatten es bereits mehrfach thematisiert: Beim Blick auf die verschiedenen Mac-Baureihen wird schnell deutlich, dass Apple weitere Prozessoren zur Ausdifferenzierung der vielen Modelle benötigt.

 
Apple-Prozessoren für Macs
 
M1-Chip: Stärkere Versionen mit bis zu 32 Hochleistungskernen in Arbeit.
Bild: Apple.

 

"Für seinen Chip der nächsten Generation, der auf MacBook Pro und iMac-Modelle abzielt, arbeitet Apple an Designs mit bis zu 16 Leistungs- und vier Effizienzkernen. Während sich diese Komponente noch in der Entwicklung befindet, könnte Apple je nach Produktion zunächst Varianten mit nur acht oder 12 aktivierten Hochleistungskernen veröffentlichen", so Bloomberg weiter. Und: "Für höherwertige Desktop-Computer, die für später im Jahr 2021 geplant sind, und einen neuen Mac Pro in halber Größe, der bis 2022 auf den Markt kommen soll, testet Apple ein Chip-Design mit bis zu 32 Hochleistungskernen."

Zudem deutet sich immer stärker ein Abschied von AMD als Lieferant von Grafikkarten an. "Apple Ingenieure entwickeln auch ehrgeizigere Grafikprozessoren. Die heutigen M1-Prozessoren werden mit einer angepassten Apple Grafik-Engine angeboten, die entweder als 7- oder 8-Kern-Variante erhältlich ist. Für seine zukünftigen High-End-Laptops und Mittelklasse-Desktops testet Apple 16-Kern- und 32-Kern-Grafikdesigns.

Für später im Jahr 2021 oder möglicherweise 2022 arbeitet Apple an Grafik-Upgrades mit 64 und 128 dedizierten Kernen, die auf seine High-End-Maschinen abzielen, so die Quellen. Diese Grafikchips würden um ein Mehrfaches schneller sein als die aktuellen Grafikmodule, die Apple von AMD in seiner Intel-betriebenen Hardware verwendet."

Kommentare

Das zeichnet sich immer deutlicher ab. Endlich unabhängig von behäbigen CPU-Zulieferern, keine CPUs von der Stange mehr.

Ich wage mir gar nicht auszumalen, was ein M-Chip mit 12 oder 16 Power-Cores leisten wird, von den stärkeren Versionen ganz zu schweigen.

Da sieht dann Intel nur noch die Rücklichter. Das könnte eine neue Umstiegswelle zum Mac auslösen.

noch haben die M1 Chips trotz starker Leistung unter anderem diese zwei  "Probleme": Ram und Schnittstellen. Da der Ram in den Chip integriert ist ebenso die USB 4 Anschlüsse sind leider keine "echten" (20/40GBit/sec) integriert  sondern die etwas lahmeren USB 4 Gen 2x1 (10GBit/sec) und auch da sind wohl nur 2 aktuell möglich. Beim Ram ist bei 16 GB aktuell das Maximum erreicht wobei 16 GB unter M1 nicht das gleiche ist wie unter Intel. Bei speicherhungrigen Dateien u. Anwendungen ists aber wenig schön so stark limitiert zu sein.

Apple Evangelist