Apple kündigt iPhone-13-Produktreihe mit größeren Akkus, helleren Displays, besseren Kameras, erweiterter 5G-Unterstützung und A15-Chip an

15. Sep 2021 00:01 Uhr - Redaktion

Zu Preisen ab 799 Euro kommt am 24. September die iPhone-13-Produktlinie auf den Markt. Es gibt weiter vier Modelle: iPhone 13 mini (5,4 Zoll), iPhone 13 (6,1 Zoll), iPhone 13 Pro (6,1 Zoll) und iPhone 13 Pro Max (6,7 Zoll). Als Neuerungen hebt Apple vor allem verbesserte Kamerasysteme, längere Akkulaufzeiten, hellere Displays, den A15-Chip, erweiterte 5G-Unterstützung und höhere Speicherkapazitäten hervor. Die Pro-Modelle erhalten zusätzlich die ProRes-Videoaufnahme und variable Bildwiederholraten (ProMotion).

Für das iPhone 13 mini verspricht Apple eine um bis zu eineinhalb Stunden längere Akkulaufzeit im Vergleich zum iPhone 12 mini, beim iPhone 13 sind es gegenüber dem iPhone 12 bis zu zweieinhalb Stunden mehr. Das iPhone 13 Pro hat eine bis zu eineinhalb Stunden längere Laufzeit als das iPhone 12 Pro, beim iPhone 13 Pro Max beträgt der Zuwachs bis zu zweieinhalb Stunden. Die Verbesserungen wurden laut Apple durch höhere Akku-Kapazitäten, den A15-Chip und effizientere Komponenten erzielt.

Der im 5-Nanometer-Verfahren gefertigte A15-Chip verfügt über sechs CPU-Kerne (vier Kerne mit hoher Energieeffizienz, zwei Kerne mit hoher Leistung) und vier GPU-Kerne (fünf in den Pro-Modellen) sowie eine neue 16-Core Neural Engine. Apple spricht außerdem von einem doppelt so großen Systemcache, einer neuen Display-Engine, einem neuen Video-Encoder/-Decoder sowie von erheblichen Verbesserungen beim Bildsignalprozessor.

Die Displays von iPhone 13 mini und iPhone 13 bieten eine Helligkeit von 800 Nits (Vorgängermodelle: 625 Nits), beim iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max sind es 1000 Nits (zuvor 800 Nits). Die TrueDepth-Aussparung an der Vorderseite wurde um 20 Prozent verkleinert. Bei iPhone 13 mini und iPhone 13 wurden die Speicherkapazitäten gegenüber den 12er Modellen verdoppelt, während bei iPhone 13 Pro (Max) eine 1-TB-Option neu ist. Die 5G-Unterstützung umfasst nun mehr Bänder. In puncto Gewicht haben die 13er Modelle leicht zugelegt.

 
iPhone 13
 
iPhone 13: Längere Akkulaufzeit, mehr Speicherplatz.
Bild: Apple.

 

Die neue iPhone-Produktreihe im Überblick:

iPhone 13 Mini mit 5,4-Zoll-OLED-Display, 4G/5G, A15-Chip, 128, 256 oder 512 GB Speicherplatz, Dual-Kamera (ƒ/1.6 Weitwinkel, ƒ/2.4 Ultraweitwinkel, 2x optischer Zoombereich), Aluminiumrahmen. Preis ab 799 Euro. Farben: Rosé, Blau, Mitternacht, Polarstern, Rot. Gewicht: 140 Gramm.

iPhone 13 mit 6,1-Zoll-OLED-Display, 4G/5G, A15-Chip, 128, 256 oder 512 GB Speicherplatz, Dual-Kamera (ƒ/1.6 Weitwinkel, ƒ/2.4 Ultraweitwinkel, 2x optischer Zoombereich), Aluminiumrahmen. Preis ab 899 Euro. Farben: Rosé, Blau, Mitternacht, Polarstern, Rot. Gewicht: 173 Gramm.

iPhone 13 Pro mit 6,1-Zoll-OLED-Display und ProMotion, 4G/5G, A15-Chip, 128, 256, 512 oder 1024 GB Speicherplatz, Triple-Kamera (ƒ/1.5 Weitwinkel, ƒ/1.8 Ultraweitwinkel, ƒ/2.8 Tele, Lidar-Sensor, 6x optischer Zoombereich), Edelstahlrahmen. Preis ab 1149 Euro. Farben: Sierrablau, Silber, Gold, Graphit. Gewicht: 203 Gramm.

iPhone 13 Pro Max mit 6,7-Zoll-OLED-Display und ProMotion, 4G/5G, A15-Chip, 128, 256, 512 oder 1024 GB Speicherplatz, Triple-Kamera (ƒ/1.5 Weitwinkel, ƒ/1.8 Ultraweitwinkel, ƒ/2.8 Tele, Lidar-Sensor, 6x optischer Zoombereich), Edelstahlrahmen. Preis ab 1249 Euro. Farben: Sierrablau, Silber, Gold, Graphit. Gewicht: 238 Gramm.

Der Verkaufsstart der iPhone-13-Modellreihe erfolgt am 24. September, Bestellungen sind ab dem 17. September möglich. Die Kamera-Verbesserungen beschreibt Apple wie folgt:

"Das Kameradesign von iPhone 13 und iPhone 13 mini ist ein enormer Fortschritt, mit verbesserter Hardware und rechenbasierter Fotografie für beeindruckende Fotos und Videos. Die neue Weitwinkelkamera mit 1,7 µm Pixeln hat den größten Sensor, den es je in einem iPhone Zwei-Kamera-System gab, und kann 47 Prozent mehr Licht sammeln und sorgt so für weniger Bildrauschen und mehr Helligkeit. Die optische Bild­stabilisierung mit Sensorverschiebung, die es seit dem iPhone 12 Pro Max und bei keinem anderen Smartphone sonst gibt, ist jetzt auch ein Feature der Weitwinkelkamera – sogar beim kompakteren iPhone 13 mini. Sie stabilisiert den Sensor, nicht das Objektiv, sodass Aufnahmen ruhiger werden. Die speziell entwickelte Ultraweitwinkelkamera mit einem neuen Sensor nimmt Bilder mit noch mehr Details in dunklen Bereichen und Videos mit weniger Bildrauschen auf.

 
iPhone 13
 
iPhone 13 Pro: Verbesserte Kameras, ProMotion.
Bild: Apple.

 

Mit neuen Sensoren und Objektiven für alle drei Rückkameras, die für ein reibungsloses Zusammenspiel mit iOS 15 optimiert sind, und der Power des neuen Bildsignalprozessors (ISP) im A15 Bionic für eine bessere Rausch­­unter­­drückung und verbessertes Tone Mapping haben die iPhone 13 Pro Modelle das beste Kamerasystem aller Zeiten auf einem iPhone. Die neue Weitwinkelkamera hat mit 1,9 µm Pixeln einen größeren Sensor. Der bisher größte Sensor auf einem iPhone reduziert das Bildrauschen, verkürzt die Belichtungszeiten bei allen Lichtverhältnissen und liefert noch detailliertere Fotos. Zusammen mit der größeren ƒ/1.5 Blende sorgt die Weitwinkelkamera auf iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max für eine deutlich bessere Leistung bei wenig Licht – bis zu 2,2-mal im Vergleich zum iPhone 12 Pro und fast 1,5-mal im Vergleich zum iPhone 12 Pro Max. Beide Modelle haben optische Bild­stabilisierung (OIS) mit Sensorverschiebung – ein Feature, das es nur auf dem iPhone gibt. Dieses stabilisiert den Sensor anstelle des Objektivs und sorgt so auch bei unruhiger Kameraführung für scharfe Bilder und ruckelfreie Videoaufnahmen.

Die neue Ultraweitwinkelkamera hat eine deutlich größere ƒ/1.8 Blende und ein neues Autofokussystem für eine um 92 Prozent verbesserte Leistung in Umgebungen mit wenig Licht, dass lässt Bilder noch heller und schärfer werden. Das neue Objektivdesign, die Autofokusfunktion, die es zum ersten Mal in der Ultraweitwinkelkamera auf dem iPhone gibt, und fortschrittliche Software machen etwas möglich, das es noch nie auf dem iPhone gab: Makrofotos. Nutzer können gestochen scharfe, beeindruckende Bilder aufnehmen, auf denen Objekte dank einem Mindestfokusabstand von nur 2 cm riesig erscheinen. Die Makrofunktion gibt es auch bei Videoaufnahmen, einschließlich Zeitlupe und Zeitraffer. iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max haben zudem ein neues 77 mm Teleobjektiv mit dem Nutzer bei Videoaufnahmen noch näher an ihr Motiv herankommen oder noch bessere Porträtaufnahmen machen können, dank 3x optischem Zoom für einen insgesamt 6x optischen Zoombereich des Kamerasystems.

Der Kinomodus auf dem iPhone basiert auf umfangreichen Studien zur Filmkunst und Schärfenverlagerung – für Videoaufnahmen von Menschen, Tieren und Gegenständen mit einem wunderschönen Tiefeneffekt und automatischen Fokusänderungen. So gelingen auch unerfahrenen Filmemachern kinoreife Aufnahmen. Für mehr kreative Kontrolle kann der Fokus während und nach der Aufnahme geändert werden. Nutzer können auch das Bokeh-Level in der Fotos App und in iMovie für iOS anpassen, und bald auch in iMovie für macOS und Final Cut Pro. Die Modelle sind somit die einzigen Geräte, mit denen sich der Tiefenschärfe-Effekt in einem Video auch nach der Aufnahme bearbeiten lässt. Der Kinomodus nutzt die Power des A15 Bionic Chips sowie fortschrittliche Algorithmen für maschinelles Lernen und nimmt in Dolby Vision HDR auf."

Kommentare

Sofern man nicht semi-professionell mit den Geräten zum Fotografieren oder Filmen arbeitet, ist das kein nennenswertes Update von 12 auf 13.

Das soll kein Vorwurf an Apple sein. Es sind bei Smartphones eben nur noch selten, alle paar Jahre, größere Sprünge drin, da die Technik einfach schon so verdammt gut ist. Das Rad lässt sich da halt nicht ständig neu erfinden.

Ausnahme wären Klapp iPhones - aber die will Apple wohl nicht.

Trotzdem fand ich das Apple Event weitgehend langweilig und irgendwie auch verkrampft, wie Apple versucht hat, die paar Verbesserungen als gigantisch darzustellen - man kanns auch übertreiben mit dem Marketing Geblubber.

Immerhin gab es deutsche Untertitel und man kam gut mit.

Hoffen wir auf Oktober und die Macs.

Viele währen enttäuscht nach dem iPhone kauf vor einem Jahr zu viele neue features zu sehen. Es soll ja keiner bereuen sich das letzte iPhone gekauft zu haben. Dazu gibt es dann noch 80% der neuen features von iOS 14 was das ganze dann ertragbar macht.

Kein Mensch braucht jedes Jahr ein neues iPhone oder eine neue Watch. Es geht hier nur noch um "ich leise mir mal was neues". 

Ich hatte (vom 11 Pro kommend) eigentlich vor, nach Präse des iPhone 13 ein 12er zum Auslaufpreis zu schießen. Nachdem aber das komplette Kamerasystem grundlegend überarbeitet wurde, wird Q3 2021 doch recht teuer für mich 😅

Dabei begeistern mich vor allem:

1. Eine deutlich verbesserte WW-Kamera

2. Ein deutlich verbessertes UWW

3. Ein 77mm-Tele nicht nur im Max, sondern schon im normalen Pro

4. Cinematic Mode für Unschärfen im Video

Die restlichen Features nehme ich gerne mit, sie sind jedoch eher unerheblich.

Nichts dabei, das mich interessiert. iPhone 13 gähn, aktualisierte iPads gähn.

Für mich kann es nur noch ein wirklich tolles, neues MacBook Pro herausreißen in diesem Jahr. Und ein neuer Mac mini.

Nichts gegen die tollen Kameras von iPhone 13 - wirklich nicht. Wer darauf angewiesen, kauft - nur zu. Nur frage ich mich, wie groß die Zielgruppe dafür wirklich ist. Es wird mir doch niemand erzählen, dass die große Mehrheit der iPhone Besitzer tagtäglich die fetten Pro Videos aufnimmt oder 1000 Fotos schießt (falls ja, hätte er wohl eine DSLR!?).

haben sie mit der 12er Serie gut vorgelegt,  ich glaube nicht einmal Apple meint, die Leute würden jedes Jahr ein neues iPhone kaufen. Wer jetzt nachdenkt, hat die Wahl zwischen 13 oder günstigerem 12. 

Cinematic Mode läuft gerade nicht bei 4k. Also sieht es wieder mal wie ein Testballon aus - erstmal auf die Reihe bekommen, die bessere Variante kommt dann nächstes Jahr.