Apple verlängert ARM-Architekturlizenz über das Jahr 2040 hinaus

06. Sep 2023 11:00 Uhr - Redaktion

Die M-Reihe im Mac, die A-Serie in iPhone, iPad und Apple TV oder die S-Modelle in Apple Watch und HomePod - alle von Apple entwickelten Prozessoren basieren auf der ARM-Architektur. Apple verfügt über eine weitreichende Architekturlizenz, die dem kalifornischen Computerpionier freie Hand beim Chip-Design gibt. Diese Lizenz wurde nun über das Jahr 2040 hinaus verlängert.

"Wir haben eine neue langfristige Vereinbarung mit Apple abgeschlossen, die über das Jahr 2040 hinausreicht. Damit setzen wir unsere langjährige Zusammenarbeit mit Apple und Apples Zugang zur Arm-Architektur fort", erklärte das britische Unternehmen ARM im Zuge des anstehenden Börsengangs.

Apple ist mit ARM eng verbandelt und war im Jahr 1990 sogar Mitbegründer der ARM Holdings. Im iPad-Vorläufer Newton MessagePad wurden bereits in den 1990er Jahren ARM-basierte Prozessoren verwendet. ARM ist eine reine RISC-Architektur, die seit über zehn Jahren in iPhones und iPads zum Einsatz kommt und seit dem Jahr 2020 auch beim Mac.

 
Apple M2 Ultra
 
M2 Ultra: Einer der leistungsfähigsten ARM-basierten Prozessoren der Desktop-Klasse.
Bild: Apple.

 

Mit der Verlängerung der Architekturlizenz bindet sich Apple langfristig an die ARM-Plattform, was wenig überraschend ist und von Experten erwartet wurde. Die von Apple entwickelten Prozessoren werden von TSMC gefertigt - hier steht im Zuge der Einführung von M3 und A17 die Umstellung auf das fortschrittliche 3-Nanometer-Herstellungsverfahren an, das leistungsfähigere und effizientere Chips ermöglicht.

Der milliardenschwere ARM-Börsengang erfolgt in der kommenden Woche. Apple will Insidern zufolge ARM-Anteile im Wert von bis zu 735 Millionen US-Dollar erwerben. Damit hätte das Unternehmen weiterhin gewichtigen Einfluss auf die britische Firma. Auch andere Lizenznehmer wollen ARM-Aktien erwerben, darunter Alphabet, AMD, Intel, Nvidia und Samsung.

Vor dem Börsengang strebte Nvidia die Übernahme von ARM an. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen - und weil sich Schwergewichte wie Apple dagegen sperrten - scheiterte das Vorhaben.