Neue iMacs mit schnelleren Prozessoren und Grafikkarten

27. Jul 2010 14:30 Uhr - sw

Apple hat heute eine überarbeitete iMac-Produktlinie vorgestellt. Die neuen iMacs bieten schnellere Grafikkarten und Hauptprozessoren. Die Preise sind leicht gestiegen und beginnen bei 1199 Euro bzw. 1449 Franken.

Alle Modelle mit Core-i-Prozessor

Der Core 2 Duo ist im iMac Geschichte – sämtliche All-in-One-Desktops von Apple werden nun von einem modernen Core-i-Prozessor angetrieben. Bei der Vorgängerserie basierten noch drei von vier Konfigurationen auf dem Core 2 Duo.

Apple verbaut in der neuen iMac-Produktlinie Core-i3-, Core-i5- und Core-i7-Prozessoren in Taktraten zwischen 2,8 und 3,6 GHz. Das neue iMac-Flaggschiff verfügt über einen Vierkernprozessor (Core i5 oder Core i7), alle anderen iMac-Modelle werden von einem Zweikernchip angetrieben. Den CPUs stehen vier oder acht MB L3-Cache zur Seite. Die Core-i-Prozessoren bieten einen integrierten Speichercontroller für beschleunigten RAM-Zugriff und unterstützen die Technologien Hyper-Threading (sorgt für eine virtuelle Verdopplung der vorhandenen CPU-Kerne) und Turbo-Boost (kann die Taktfrequenz einzelner Kerne anheben). Einzig das iMac-Einsteigermodell verfügt nicht über Turbo-Boost.

Grafikkarten: Radeon HD 4670, 5670 oder 5750

Auch in puncto Grafikkarten hat Apple aufgerüstet. Im Einsteigermodell kommt nun eine Radeon HD 4670 mit 256 MB Videospeicher zum Einsatz – zuvor war es eine GeForce 9400M. Den anderen drei iMac-Konfigurationen hat Apple eine Radeon HD 5670 mit 512 MB VRAM bzw. eine Radeon HD 5750 mit 1024 MB VRAM spendiert (Vorgängerserie: Radeon HD 4670 mit 256 MB VRAM bzw. Radeon HD 4850 mit 512 MB VRAM).

iMac

Neue iMacs: Radeon HD 5750 mit 1024 MB VRAM im Spitzenmodell
Foto: Apple


SSD als Zweitlaufwerk für den 27-Zoll-iMac

Die standardmäßige Arbeitsspeicherausstattung (vier GB, erweiterbar bis zu 16 GB) blieb unverändert, gleiches gilt für die Festplattenkapazitäten (serienmäßig 500 oder 1000 GB, in einigen Modellen optional 2000 GB). Für den 27-Zoll-iMac wird ein SSD-Laufwerk angeboten (Aufpreis ab 540 Euro bzw. 780 Franken) - entweder als primäres oder als Zusatzlaufwerk. "Kunden des 27-Zoll iMac haben die Möglichkeit optional ein 256 GB Solid State Laufwerk (SSD) als erstes oder zweites Laufwerk einzusetzen. Das SSD des iMac ermöglicht einen Datendurchsatz von bis zu 215 MB/s zum schnelleren Hochfahren und Starten der Anwendungen", erläutert Apple.

Darüber hinaus gab es einige Detailverbesserungen in den neuen iMacs: Die 21,5-Zoll-iMacs besitzen nun eine Displayhelligkeit von 330 cd/m2 (zuvor 320 cd/m2). Der integrierte Speicherkartenslot des iMacs kommt nun auch mit dem SDXC-Format klar.

Kein USB 3.0, kein FireWire 1600/3200

Die Displaygrößen (21,5 Zoll mit 1920 mal 1080 Bildpunkten und 27 Zoll mit 2560 mal 1440 Bildpunkten), das Gehäusedesign und die restliche Ausstattung (darunter iSight-Webcam, DVD-Brenner mit achtfacher Geschwindigkeit, WLAN nach 802.11n und Gigabit-Ethernet) blieben unverändert. Einige Schnittstellen entsprechen allerdings nicht dem Stand der Technik. Die neuen iMacs verfügen weder über USB 3.0 noch über FireWire 1600/3200 oder über Bluetooth 3.0. Stattdessen setzt Apple weiterhin auf USB 2.0 (4x), FireWire 800 (1x) und Bluetooth 2.1+EDR.

Die Preise wurden gegenüber der Vorgängergeneration, die ab 1115 Euro erhältlich war, leicht angehoben.

Die neue iMac-Produktlinie im Überblick

iMac mit 21,5-Zoll-Bildschirm
• Core i3 (zwei Kerne) mit 3,06 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 500 GB Festplatte, Radeon HD 4670 mit 256 MB VRAM, 8x DVD-Brenner, iSight. Preis: 1199 Euro bzw. 1449 Franken.

• Core i3 (zwei Kerne) mit 3,2 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte, Radeon HD 5670 mit 512 MB VRAM, 8x DVD-Brenner, iSight. Preis: 1449 Euro bzw. 1799 Franken. Core i5 mit 3,6 GHz optional (Aufpreis: 180 Euro bzw. 260 Franken).

iMac mit 27-Zoll-Bildschirm
• Core i3 (zwei Kerne) mit 3,2 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte, Radeon HD 5670 mit 512 MB VRAM, 8x DVD-Brenner, iSight. Preis: 1699 Euro bzw. 2099 Franken. Core i5 mit 3,6 GHz optional (Aufpreis: 180 Euro bzw. 260 Franken).

• Core i5 (vier Kerne) mit 2,8 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte, Radeon HD 5750 mit 1024 MB VRAM, 8x DVD-Brenner, iSight. Preis: 1999 Euro bzw. 2399 Franken. Core i7 (vier Kerne) mit 2,93 GHz optional (Aufpreis: 180 Euro bzw. 260 Franken).

Die neuen iMacs sind ab sofort im Handel erhältlich und werden vorinstalliert mit Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" und iLife '09 ausgeliefert. Tastatur und Maus gehören ebenso zum Lieferumfang.

Nachtrag (29. Juli): Lesen Sie außerdem: Details zu den neuen iMacs.

Kommentare

Schnellere CPUs und GPUs sind immer willkommen.

Aber es wird langsam peinlich für Apple, dass veraltete Schnittstellen verbaut werden. Was kostet USB 3.0 denn im Einkauf mehr als USB 2.0? 0,50 Dollar? Wenn schon kein USB 3.0 oder schnelleres FireWire, so hätte ich mir eSATA gewünscht!!

Ich hatte eigentlich geplant, bei dem nächsten Update von meinem MacPro (early 2009) auf einen iMac 27 Zoll umzusteigen, von wegen All-In-One, schön kompakt und leise, weniger Kerne, aber höherer Takt und Boost etc..
Das kann es allerdings kaum sein! USB 3.0 habe ich für selbstverständlich gehalten, FireWire 1600/3200 ebenfalls - und was kommt? Unwesentlich schnellere CPUs und Grafikchips! Gerade bzgl. der Grafikchips wäre ja wohl mehr Power drin gewesen - da bleibe ich lieber bei meinem Octacore mit ATI 4870! Seltsam auch, wie sehr sich Apple gegen Bluray sträubt, wo sie doch schon seit langem dem Konsortium und somit den Befürwortern angehören - das verstehe wer will, ich jedenfalls nicht! Schade!

Schade, auch diesmal wird es bei mir wieder kein iMac.

Ich wäre sogar bereit, 50€ Aufpreis für ein entspiegeltes Display zu zahlen.

Aber ich stelle wohl nur eine unbedeutende Minderheit dar mit meinem Wunsch, sonst hätte Apple sicherlich schon reagiert.