Apple veröffentlicht Mac-Pro-Umweltbericht

Apple hat den Umweltbericht (PDF) zum neuen Mac Pro vorgelegt. Demnach verbraucht die Desktop-Workstation im Leerlauf 68 Prozent weniger Strom als die Vorgängergeneration.

Verwendetes Material im Mac Pro

Die für die Produktion des neuen Mac Pro verwendeten Materialien.
Foto: Apple.



Aufgrund des deutlich verkleinerten Gehäuses werden für die Produktion nach Herstellerangaben 74 Prozent weniger Aluminium und Stahl benötigt als für die vorherigen Mac-Pro-Baureihen. Dadurch konnte auch die Verpackung deutlich verkleinert werden – deren Volumen schrumpfte um 82 Prozent. Im neuen Mac Pro sind unter anderem 3,66 Kilogramm Aluminium und Stahl sowie 715 Gramm Kupfer verbaut.

Den CO2-Ausstoß des neuen Mac Pro beziffert Apple auf 940 Kilogramm, davon entfallen 65 Prozent auf die Produktion und 33 Prozent auf die Nutzung über einen Zeitraum von vier Jahren. Die Berechnung des CO2-Ausstoßes basiert auf den ISO-Normen 14040 und 14044.

Der neue Mac Pro wird seit Ende Dezember ausgeliefert. Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es mehrwöchige Lieferzeiten.

Kommentare

68% weniger Stromverbrauch

Kein Wunder, dass ein Rechner in dieser Größe und Funktionalität weniger verbraucht als die bisherigen Tower mit ihrer jetzt aufgegebenen Ausbaufähigkeit. Die Rechnung wird sich umkehren sobald Zusatzgeräte extern betrieben werden müssen, die vorher intern mitliefen. Solche so genannten Umweltberichte sind reine Marketinginstrumente mit einem Wahrheitsgehalt tendenziell gegen Null.

Naja

bisher liefen 100 % aller Mac Pro mit hohem Verbrauch durch den oft nicht genutzten internen Erweiterungskram. Wenn man davon ausgeht, dass vlt. 10 % der Käufer tatsächlich Erweiterungen nutzen, bleiben 90 %, deren Rechner jetzt erheblich weniger verbrauchen. Wir mit unseren rd. 10 nicht erweiterten, aber 10 Stunden täglich laufenden Maschinen werden das sicher an der Stromrechnung merken.

Danke für die klaren Worte...

Oliver schrieb:
bisher liefen 100 % aller Mac Pro mit hohem Verbrauch durch den oft nicht genutzten internen Erweiterungskram. Wenn man davon ausgeht, dass vlt. 10 % der Käufer tatsächlich Erweiterungen nutzen, bleiben 90 %, deren Rechner jetzt erheblich weniger verbrauchen.....

Das ständige Geschrei nach "Erweiterungsmöglichkeiten" und feuchte Phantasien von hüfthohen, dröhnenden Blechkisten ist mit Sicherheit auf ein Kindheitstrauma als PC-Nutzer zurückzuführen. Das schreibe ich an einem eMac 1,25 GHz, der seit 10 Jahren ohne jede Erweiterung (außer Arbeitsspeicher) läuft.

Kosumentenglaube

Mein letzter Mac-"Tower" hat mehr als 10 Jahre ausreichend Leistung geboten, weil ich ihn regelmäßig erweitert habe – und hier rede ich nicht von so etwas wie einen schnelleren Prozessor, die Unterschiede merkt eh kaum einer. Sondern von zum einen von Schnittstellen (USB2, SATA, SCSI Ultra 320) als auch von Laufwerken (DVD-Brenner, DDS4-Streamer, mehrere Festplatten) über die er bis dahin garnicht verfügte und durch die dann mögliche Nutzung der Computer über lange Jahre gut nutzbar war. Die Thunderbolt-2-Schnittstelle der schwarzen Röhre entspricht doch dem was früher Firewire-800 war. Teuer wie der Vorgänger, mangelde Verbreitung und wenn der Preis endlich nachgibt, ist das ganze uninteressant, weil es diese Leistung anderswo billiger gibt (im Fall von Firewire-800 war es ESATA). Den Namen der Schnittstelle die Thunderbolt günstig ersetzen wird, kennt heute noch niemand. Aber eins ist bereits jetzt sicher: die schwarzen Röhren werden nicht darauf erweitert werden können.

Ein Gerät für das mehr als 600kg CO2 zur Herstellung aufgewendet wurden, nur 4 Jahre nutzen zu wollen, ist unter der Betrachtung von Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit schlicht unseriös. Das passt zwar nicht in die propagierte alugraue Weltansicht, ist aber so.

Am Besten ist, man versteht

Am Besten ist, man versteht eine Nachricht auf die man dann seine Meinung schreibt.

Vier Jahre ist ein beliebige Variable, um das Energiesparpotenzial darzustellen.
Wem diese 4 Jahre nicht passen, kann auch 3 oder 10 oder 7,5 wählen und sich so sein eigenes Energiesparpotenzial auszurechnen.

Ja, Früher war alles besser.

Thunderbolt

Sheriff_von_Appleham schrieb:
Die Thunderbolt-2-Schnittstelle der schwarzen Röhre entspricht doch dem was früher Firewire-800 war. Teuer wie der Vorgänger, mangelde Verbreitung und wenn der Preis endlich nachgibt, ist das ganze uninteressant, weil es diese Leistung anderswo billiger gibt (im Fall von Firewire-800 war es ESATA). Den Namen der Schnittstelle die Thunderbolt günstig ersetzen wird, kennt heute noch niemand.
Thunderbolt wird sich nicht annähernd so verbreiten wie Firewire, am meisten werden Adapter 'TB <-> normale Schnittstellen' gefragt sein.

Gruß Uli