Smartphone-Absatz in Deutschland 2015 leicht gestiegen

19. Feb 2016 17:00 Uhr - Redaktion

Der Umsatz mit Smartphones hat in Deutschland im letzten Jahr erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro geknackt. Er legte um 22 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Die verkauften Stückzahlen stiegen hingegen nur leicht – um 7,4 Prozent auf 26,2 Millionen Geräte. Das geht aus neuesten Zahlen des Marktforschungsinstituts EITO (European Information Technology Observatory) hervor.

Demnach lag 2015 der Durchschnittspreis eines Smartphones bei 395 Euro. 2014 waren es nur 348 Euro. Dies hängt Experten zufolge mit dem Trend hin zu höherwertigen Geräten bzw. Smartphones mit größeren Displays zusammen. Für dieses Jahr wird in Deutschland ein Smartphone-Absatz von 28,2 Millionen Stück prognostiziert, der Umsatz soll bei rund 10,4 Milliarden Euro liegen.

Smartphone-Absatz und -Umsatz in Deutschland

Der Smartphone-Absatz und -Umsatz in Deutschland.
Bild: Bitkom/EITO.



Laut einer Verbraucherbefragung des Digitalverbands Bitkom nutzen hierzulande rund 51 Millionen Bürger ein Smartphone. Vergangenes Jahr waren es noch rund zwei Drittel (65 Prozent) und 2012 gerade einmal etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent). Im Schnitt verwenden die Smartphone-Nutzer ihr Gerät jeden Tag 82 Minuten. Neben der Standardfunktion Telefonieren (99 Prozent) nutzen 89 Prozent die Foto- oder Videokamera, 80 Prozent Suchmaschinen und 72 Prozent den Kalender-bzw. Terminplaner. 69 Prozent hören Musik über das Smartphone und weitere 67 Prozent greifen mit ihrem Mobiltelefon auf Soziale Netzwerke zu. Rund die Hälfte liest oder schreibt zudem SMS (55 Prozent) sowie andere internetbasierte Kurznachrichten wie Whatsapp oder Threema (50 Prozent) und E-Mails (55 Prozent).

Für ihr nächstes Smartphone wünschen sich die Nutzer vor allem eine längere Akkulaufzeit, dies gaben 63 Prozent der Befragten an. 36 Prozent der Smartphone-Nutzer legen zudem großen Wert auf eine Fotokamera mit besserer Qualität. Darüber hinaus geht es künftig beim Smartphone-Kauf auch um mehr Speicherkapazität und mehr Rechenleistung. Auf diese Eigenschaften legen 35 Prozent bzw. 23 Prozent der Verbraucher Wert. Ein größeres Display wünschen sich 19 Prozent der Verbraucher. Immerhin schon jeder Neunte möchte, dass sein nächstes Smartphone 3D-fähig ist (elf Prozent), jeder Zehnte wünscht sich einen geschwungenen bzw. biegsamen Bildschirm (zehn Prozent).

Kommentare

dass in dem Artikel zwischen Zahl der User und Prozent der Bevölkerung gemischt wird. Rechne ich mit 82 Mio Bürgern in der Bunzreplik, dann sind 51 Mio User weniger als 65% von letztem Jahr. Dann wäre die prozentuale Nutzung gesunken. Wenn aber gleichzeitig mehr verkauft wurden, dann haben viele ihr Zweit- oder Dritthändi entsorgt. Gut!