Marktforscher: Apple-Watch-Absatz legt im vierten Quartal 2016 leicht zu

03. Feb 2017 14:30 Uhr - Redaktion

Bis heute äußert sich Apple nicht zu den Verkaufszahlen seiner Smartwatch – aus welchen Gründen auch immer. Somit bleiben Marktforschern nur eigene Datenerhebungen in Handelskanälen, gepaart mit Insiderinformationen und Schätzungen. Nun haben sich die Analysten von Strategy Analytics zum Smartwatch-Markt im vierten Quartal 2016 geäußert. Demnach konnte Apple einen Achtungserfolg erzielen.

Im zweiten und dritten Quartal brach der Apple-Watch-Absatz bekanntlich drastisch ein. Zum Jahresendgeschäft hat sich Apples Computeruhr laut Strategy Analytics aber wieder besser verkauft – der Absatz stieg auf 5,2 Millionen Stück nach 5,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach der zweiten Apple-Watch-Generation sei in den westlichen Märkten überraschend stark gewesen, so die Marktforscher.

Smartwatch-Marktanteile viertes Quartal 2016, Strategy Analytics

Smartwatch-Marktanteile, viertes Quartal 2016.
Bild: Strategy Analytics.



Mit einem Marktanteil von 63,4 Prozent (Vorjahresquartal: 63 Prozent) sind die Kalifornier die klare Nummer eins. Mit deutlichem Abstand folgt Samsung mit lediglich 800.000 verkauften Smartwatches. Die übrigen Hersteller (Garmin, Fitbit, Huawei...) kommen gemeinsam auf 2,2 Millionen Stück.

Einst als das "Next Big Thing" der IT-Industrie gefeiert, ist Smartwatches bislang der große Durchbruch verwehrt geblieben. Der Absatz ist im Vergleich zu Smartphones verschwindend gering. Letztes Jahr wurden weltweit gerade einmal 21 Millionen Computeruhren verkauft (geringfügig mehr als 2015) – der Smartphone-Absatz lag hingegen bei knapp 1,5 Milliarden Stück.

Die Zurückhaltung der Konsumenten hat mehrere Gründe, darunter die noch eingeschränkte Funktionalität und die hohen Preise der Computeruhren. Auch das Design spielt eine große Rolle, beispielsweise gefällt nicht jedem Nutzer die rechteckige Apple Watch.

Kommentare

Ja, auch ich gehöre zu denjenigen, denen die heutige Apple Watch schlicht zu quadratisch (auch zu hoch) ist. Ich warte, bis die Technik weiter ist und es eine flachere Uhr geben wird...

Die derzeit verkauften Geräte sind nur was für die jüngere Generation. Wenn die Sehstärke der Augen nachlässt - und das ist ab 50 unweigerlich bei den meisten der Fall - darf die Watch gerne etwas grösser sein.

Und runde Watches mögen zwar "chic" sein, aber verschenken wertvolle nutzbare Bildschirmfläche. Letzten Endes also kontraproduktiv für eine Uhr, die mehr als nur Zifferblätter darstellen soll.