LuLu: Neue Firewall-Software für den Mac auf Open-Source-Basis

18. Jan 2018 14:15 Uhr - Redaktion

Wenn es um Firewall-Software für den Mac geht, dürfte vielen Usern die Software Little Snitch des österreichischen Entwicklers Objektive Development ein Begriff sein. Sie informiert über den ein- und ausgehenden Traffic und kann einzelne Verbindungen auf Wunsch blockieren, beispielsweise um unerwünschte Datenübertragungen an unbekannte Server zu verhindern.

Seit einiger Zeit arbeitet auch der renommierte Sicherheitsforscher Patrick Wardle an einem vergleichbaren Programm. Es heißt LuLu und blockiert ausgehende Internetverbindungen, sofern diese nicht ausdrücklich vom Anwender genehmigt wurden. Eingehende Verbindungen lassen sich mit dem Programm aber nicht kontrollieren oder blockieren.

 
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LuLu: Neue Firewall-Software für den Mac auf Open-Source-Basis.
Bild: Patrick Wardle.

 

LuLu befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase (Alpha) und kann derzeit nur via Terminal installiert werden. Zum Betrieb der Anwendung ist eine Kernel-Erweiterung erforderlich. Wardle rät momentan ausdrücklich von einer Nutzung von LuLu auf Produktivsystemen ab. Die Vorabfassung soll jedoch bereits einen ersten Blick auf die Firewall-Software ermöglichen.

LuLu steht unter einer Open-Source-Lizenz und setzt OS X Mavericks oder neuer voraus. Das englischsprachige Programm bietet einen stillen Modus, bei dem es keine Notifikationen gibt, und lässt sich über ein systemweites Menü temporär deaktivieren. Seit kurzem liegt die Software in der Version 0.9.2 vor.

Als Konkurrenz zu Little Snitch ist LuLu zumindest derzeit nicht zu sehen, sondern richtet sich eher an technisch versierte Anwender. Im Vergleich zu Little Snitch fehlen beispielsweise ein ausführlicher Netzwerkmonitor mit Weltkarte, eine deutschsprachige Oberfläche, Einstellungsoptionen und die Möglichkeit, eingehende Verbindungen zu blocken.