Lüfter heult bei jeder Mini-Aktion wie ein Düsenjet

05. Jun 2007 19:34 Uhr - Gast (nicht überprüft)

Hallo liebes Forum,

ich bin am Verzweifeln. Kamen mir die Lüftungsgeräusche bei meinem 2.5 GHz PowerMac G5 DualCore schon von Anfang an etwas übertrieben laut vor, so bin ich jetzt total am Ende und weiß nicht, was ich noch tun kann, um ihn zu beruhigen...!

Die noch so kleinste Aktion ruft ein lautes Aufheulen hervor. Beispielsweise sogar dann, wenn ich eine vollkommen normale Internet-Domain aufrufe oder wenn mein Mailprogramm im Hintergrund nach neuen Mails sucht (und nicht einmal welche lädt) oder wenn ich beispielsweise in einer Anwendung ein Textfeld auswähle oder manchmal einfach nur so mittendrin, wenn ich gar nichts mache. Pausenlos also...!

Dazu kommt, daß alle Aktionen ohnehin unglaublich langsam ablaufen. ALLES benötigt EWIG viel Zeit.

Seitdem ich eine zweite Festplatte mit 500 GB eingebaut habe, ist es noch schlimmer geworden, als es ohnehin schon war. Aber selbst wenn die Platte im Ruhezustand ist, ist das Phänomen das Gleiche...

Seufz!

Kann mir jemand helfen...? Mein Freund hat gestern schon einen Reset versucht - mit Kabel ziehen und vorherigem Software-Cleaning... Weiß aber im Moment leider nicht genau, welche Software er verwendet hat. Gebracht hat es jedenfalls nichts. Gar nichts. *schnief*

Wäre wirklich dankbar, wenn jemand noch etwas weiß.

Danke! :-)

Eure Elle

Der Lüfter schreit:
BRING MICH IN DIE WERKSTATT!!!

Sorry. Could not resist.

... "nix für ungut" wie man in bayern sagt ;-)

aber wenn dennoch jemand einen tipp für die heimwerkstatt haben sollte... bitte melden...

danke und liebe grüße

elle

Sind vielleicht die Lüfterschlitze mit Staub verstopft?

Hatte ich mal bei einem Power Mac G4 und nem eMac. Der Luftaustausch war gestört, die Lüfter liefen ständig.

Wo steht dein Power Mac? Kann da genügend Luft hin?

Schon mal das 10.4.9 Combo Update aufgespielt?

Tritt das Problem auch dann auf, wenn du von DVD bootest und nur mal den Startscreen des Installationsprogramms für 10 Minuten stehen lässt?

dieses problem hatte ich vor zwei jahren mit einem dual powermac.
der grund war eine defekte festplatte, auf welcher das system lief. bei fehlern auf der festplatte bekommt bei bestimmten operationen der prozessor keine oder falsche "feedbacks", worauf er die operation wiederholt und so weiter und so fort.(eine art positive rückkoppelung) dabei wird die leistung mehr und mehr hochgeschraubt und die kühlung ebenfalls. prozessoren arbeiten übrigens im hintergrund auch im ruhezustand z.b. abchecken der diversen geräte wie brenner, festplatten usw.

die lösung war: austausch der festplatte, mit neuem system drauf und ruhe herrschte...

versuch doch mal ein system auf die neue festplatte zu installieren und die alte platte abzuhängen. bei mir machte das die applewerkstatt kostenlos.

jacques

Also ich bin zwar noch nicht gaaanz zufrieden... ABER, was wirklich äußerst viel gebracht hat, ist eine kleine gemeine, versteckte Systemeinstellung... Und zwar:

Systemeinstellungen >> Energie sparen >> Optionen >> Prozessor-Leistung >> Minimal

Die Standard-Einstellung ist "Automatisch". Seitdem ich sie auf "Minimal" gestellt habe, läuft das Ding wesentlich angenehmer...

Liebe Grüße und danke für Eure Anteilnahme!

elle

Kann es eventuell sein, dass irgendein Programm/Dienst/Prozess die verfügbare CPU-Leistung frisst und der Rechner somit also ganz berechtigt warm wird?

Ich hatte das kürzlich, ein Programm verbrauchte aufgrund eines Fehlers nach dem Aufwachen des Rechners 100% CPU-Leistung. Dadurch wird die CPU schnell sehr warm und alles ist deutlich gebremst. Dazu passt auch deine Beschreibung, dass "minimale Prozessorleistung" Abhilfe schafft: Der Rechner läuft dann nur noch im "Ersten Gang", schafft aber auch nicht mehr so viel. Gedacht ist das als Stromsparmodus für Mobilrechner, führt natürlich aber auch bei Desktoprechnern zu einer Reduktion der Abwärme. HTH,

- Datenimperator

aha, das ist ja ein ganz neuer aspekt! stimmt, darauf muß ich gleich mal achten! danke für den tipp! :-)

[quote=elle]Die Standard-Einstellung ist "Automatisch". Seitdem ich sie auf "Minimal" gestellt habe, läuft das Ding wesentlich angenehmer...[/quote]
Dir ist aber schon bewusst, was da passiert?
- Der CPU-Takt wird dauerhaft halbiert, egal welche Anforderungen ein Programm an den PowerMac stellt! Somit hättest du einen, zugegebenermaßen leisen, 1,25GHz G5.

Bei meinem 2GHz G5 hat es meist geholfen, diese Einstellung auf "Maximal" zu belassen. Denn dadurch gibt es weniger Schwankungen der Temperatur und damit der Lüfterdrehzahl. Nachteil: dauerhaft höherer Stromverbauch, auch wenn längere Zeit "nichts zu tun ist" (z.B. Downloads oder iTunes-Server). Und gerade bei einem solchen Rechner machen die Stromkosten einen wesentlich größeren Anteil aus, als z.B. bei einem mittlerweile etwa gleich schnellen MacBook Pro.

Zunächst hatte ich es auch mit "Maximal" versucht... Aber da war keine wirkliche Besserung festzustellen... :-( Mit "Minimal" dagegen ließ es sich wieder wunderbar konzentriert arbeiten... :-) Über die halbierte Leistung hatte ich mir keine Gedanken gemacht, weil ich sooooooooo froh war... :-(

Ach so, mir fällt gerade ein, ich konnte es ja auch gar nicht bemerken, da der Rechner daraufhin in der Tat viel flüssiger lief als zuvor...! Wie gesagt, mit der vorherigen Einstellung kam er fortwährend ins Stocken und zeigte mir ständig dieses wunderbare bunte Glücksrad...

...und wenn du es jetzt wieder zurückstellst, könnte es wieder normal laufen. schonmal versucht?

nee, funktioniert nicht! gerade ausprobiert - fängt SOFORT wieder zu rumoren an... :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-(

und schauen, ob es dann weg ist.
wenn du testweise mal ein system frisch installierst und das problem dann weg ist, liegt's klar an irgendeinem prozeß, der viel leistung zieht. wenn es dann nicht weg ist, ist der rechner nicht ganz ok, dann ab zum händler...

Kannst ja mal auf Deiner 2 HD ein neues System installieren, dazu die wichtigsten Arbeitsprogramme, dann mal ausprobieren ob es besser wird.
P.S. Ich habe immer ein abgemagertes 2.System zur Verfügung, das ich nur mit den wichtigsten Erweiterungen zum prof. CAD arbeiten benutze, macht Sinn. Das andere System ist eigentlich mein Test- u. Versuchssystem, wo ich alles ausprobiere, auch neue Updates, funktioniert alles einwandfrei nach ein paar Tagen ausprobieren, kann ich die Installation auch noch auf dem Arbeits-System vornehmen, selbstverständlich habe ich auf einer externen HD (Firewire 800) mit dem Festplatten-Dienstprogramm und "Wiederherstellen" immer ein aktuelles BackUp beider Systempartitionen zur Verfügung, so kann eigentlich nichts passieren.

Gruss Uese