"Es wird viele iPhone-Programme geben"

Die gestrige Apple-Aktionärsversammlung ging ohne Überraschungen über die Bühne. Der Aufsichtsrat wurde für ein Jahr wiedergewählt. Die Anteilseigner begrüßten, dass mit Andrea Jung (sie wurde im Januar 2008 berufen) nun auch eine Frau in Apples Kontrollgremium vertreten ist. Mit Spannung wurde die obligatorische Fragerunde erwartet, bei der die Aktionäre Fragen an das Management richten konnten. Dabei dämpfte CEO Steve Jobs Hoffnungen auf baldige Flash-Unterstützung im iPhone. Der Flash Player würde einfach zu langsam auf dem iPhone laufen, und das für Handhelds konzipierte Flash Lite sei keine ernsthafte Alternative. Mit einer weiteren Anmerkung ließ Jobs die iPhone-User allerdings aufhorchen.

"Sie werden im Sommer viele Anwendungen für das iPhone sehen", sagte Jobs mit Bezug auf das bald erscheinende Entwicklerkit. Dies öffne auch die Möglichkeit für Spiele. Das iPhone-Entwicklerkit soll am Donnerstag auf einer Pressekonferenz erstmals vorgestellt werden. Der Apple-Mitbegründer zeigte sich zuversichtlich, in diesem Jahr zehn Millionen iPhones verkaufen zu können. Dieses Ziel sei, auch mit Hinblick auf die geplante Markteinführung in Asien, nicht in Gefahr. Kostenlose, aber werbefinanzierte Inhalte für das Apple TV hält Jobs für eine gute Idee, machte aber keine weiteren Aussagen dazu.

Jobs zeigte sich unzufrieden, dass im US-iTunes Store erst rund 350 Filme zum Ausleihen bereitstehen. Er begründet dies mit der zum Teil komplizierten Rechtestruktur bei einzelnen Filmen. An diesem Thema, und auch was die Qualität der Filme anbelangt, soll intensiver gearbeitet werden.

Einen Aktien-Rückkauf plant Apple gegenwärtig nicht, ebenso wenig eine Dividende. Das vorhandene Geld, rund 18 Milliarden Dollar, sei eine strategische Reserve, etwa für die Übernahme von Entwicklungsteams oder viel versprechenden Produkten.