Europäischer iTunes Store rückt näher

Ein gesamteuropäischer iTunes Store könnte schon bald Realität werden. Die Musikverwertungsgesellschaft GEMA vermeldet nach Informationen von heise online einen Vertragsabschluss mit Apple, der den Weg für eine paneuropäische Lizenzierung von Musik frei macht. Man habe damit den "größten Nutzer im Online-Bereich weltweit" auf rechtlich sicheren Boden gebracht, sagte GEMA-Chef Harald Heker heute auf einer Pressekonferenz in Berlin. Der Grund für diese Bemühungen ist Kritik der EU-Kommission.

Diese bemängelt, dass iTunes-Kunden ausschließlich Musik im iTunes Stores des Landes ihres Wohnsitzes kaufen können. Allerdings stellt die EU klar, dass ein gesamteuropäischer iTunes Store nicht am mangelnden Willen Apples iTunesscheitere, sondern in den teilweise noch länderspezifischen Lizenzbedingungen begründet sei.

Apple erklärte Anfang Januar, einen gesamteuropäischen iTunes Store anzustreben. Die damals vorgenommene Angleichung des Preisniveaus in den verschiedenen iTunes Stores in Europa sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gesamteuropäischen Marktplatz für Musik", sagte Apple-CEO Steve Jobs.

"Für paneuropäische Lizenzen hat die GEMA gemeinsam mit ihrer britischen Schwester MCPS-PRS den Central European Licensing and Administration Service (CELAS) aufgebaut", so heise online. Zusammen mit 24 anderen Verwertungsgesellschaften und dem weltweiten Dachverband CISAC laufe derzeit der Versuch, einen "One Stop"-Shop für den Rechteerwerb zu etablieren. Es gehe um den Aufbau eines europäischen Portals, in der alle Rechteinhaber ihre Rechte einbringen könnten. Damit sollen die Forderungen der EU-Komissionen vollständig erfüllt werden.