Neuer Mac mini: Schnellerer Grafikprozessor, bis zu acht GB RAM, Speicherkartenslot, schlankeres Gehäuse

15. Jun 2010 11:30 Uhr - sw

Apple hat heute einen neuen Mac mini vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ein schnellerer Grafikprozessor, bis zu acht GB Arbeitsspeicher, ein schlankeres Gehäuse mit integriertem Netzteil, ein Speicherkartenslot und ein HDMI-Ausgang. Der neue Mac mini ist ab sofort zu Preisen ab 809 Euro bzw. 999 Franken erhältlich.

Core 2 Duo-Prozessoren, bis zu acht GB Arbeitsspeicher

Der Mac mini wird weiterhin von Core 2 Duo-Prozessoren angetrieben. Zur Auswahl stehen zwei Taktfrequenzen: 2,4 und 2,66 GHz. Die 2,66-GHz-Variante kostet 135 Euro bzw. 195 Franken Aufpreis. Beide CPUs verfügen über jeweils drei MB L2-Cache. Der Systembus taktet mit 1066 MHz.

Erfreulich für professionelle Anwender: Der Mac mini unterstützt nun bis zu acht GB Arbeitsspeicher – bei der vorherigen Generation ist bei vier GB Schluss. Zur Verfügung stehen zwei RAM-Steckplätze (1066 MHz DDR3-SDRAM), die mit zwei Modulen á zwei oder á vier GB bestückt werden können.

Mac Mini

Neuer Mac mini: Dünneres Gehäuse, höhere Grafikleistung, bis zu acht GB RAM
Foto: Apple


GeForce 320M sorgt für höhere Grafikleistung

Im neuen Mac mini kommt der Nvidia GeForce 320M als Grafikprozessor zum Einsatz. Der GeForce 320M verfügt über 48 Kerne und beansprucht bis zu 256 MB des Hauptspeichers für sich. Er ist nach Angaben Apples bis zu doppelt so schnell als der GeForce 9400M, der im alten Mac mini steckt.

Neues Gehäusedesign mit integriertem Netzteil

Apple hat dem Mac mini ein neues Gehäusedesign verpasst. Das neue Aluminiumgehäuse (gefertigt aus einem einzigen Aluminiumblock, genannt "Unibody"-Verfahren) ist dünner als das des alten Mac Mini (3,6 Zentimeter Bauhöhe anstatt 5,08 Zentimeter), dafür aber etwas breiter und tiefer (19,7 mal 19,7 anstatt 16,51 mal 16,51 Zentimeter). Dadurch findet allerdings nun das Netzteil Platz im Mac mini und muss nicht mehr separat mitgeliefert werden. Das Gewicht des Mac mini hat sich nur unwesentlich von 1,31 auf 1,37 Kilogramm erhöht. "Die einfach zu öffnende Platte auf der Unterseite ermöglicht einen schnellen Zugriff auf den Arbeitsspeicher", so Apple.

Mac Mini

Neuer Mac mini: Die Rückseite mit den Schnittstellen
Foto: Apple


Im Ruhezustand verbraucht der neue Mac mini weniger Strom als die alte Generation. Dazu Apple: "Der neue Mac mini vermindert den Stromverbrauch um unglaubliche 25 Prozent auf weniger als 10 Watt im Ruhezustand, das entspricht weniger als der Hälfte des Verbrauchs von Konkurrenzprodukten. Der Mac mini erfüllt die Energy Star 5.0 Auflagen und erhält den EPEAT GOLD Status. Das neue Aluminiumgehäuse ist aus höchst recyclebarem Aluminium gefertigt, nutzt PVC-freie interne Komponenten und Kabel, enthält keine bromhaltigen Flammschutzmittel und bietet materialeffizientes System- und Verpackungsdesign."

HDMI-Ausgang, Speicherkartenslot

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Apple hat dem Mac mini einen HDMI-Ausgang spendiert. Er unterstützt eine Auflösung von bis zu 1920 mal 1200 Bildpunkten. Entfallen ist dafür der Mini-DVI-Ausgang. Weiter an Bord ist der Mini DisplayPort. Die Ansteuerung von zwei Bildschirmen gleichzeitig ist weiterhin möglich. Ein HDMI-auf-DVI-Adapter wird mitgeliefert, ein Mini DisplayPort-auf-DVI-Adapter ist optional erhältlich.

Mac Mini

Neuer Mac mini: Abnehmbarer Deckel an der Unterseite
für schnellen Zugriff auf die RAM-Steckplätze

Foto: Apple


Ein Speicherkartenslot hat nach iMac und MacBook Pro nun auch im Mac mini Einzug gehalten. Der Speicherkartenslot des Mac mini kann SD-, SDHC- und SDXC-Karten lesen und beschreiben. Mittels Passivadapter können auch MiniSD-, MicroSD- und andere kleinere Karten eingelegt werden. SD-Karten werden mit einer Kapazität von bis zu vier GB erkannt, bei SDHC- und SDXC-Karten sind es bis zu 32 GB.

Restliche technische Daten nahezu unverändert

Unverändert gehören zur Ausstattung des Mac mini ein DVD-Brenner mit achtfacher Geschwindigkeit, WLAN nach 802.11n, Gigabit-Ethernet und Bluetooth 2.1+EDR. Ferner stehen eine FireWire-800-Schnittstelle, ein kombinierter analoger-digitaler Audioausgang und ein kombinierter analoger-digitaler Audioeingang zur Verfügung. Die Zahl der USB-2.0-Schnittstellen sank von fünf auf vier – offenbar um Platz für den Speicherkartenslot zu schaffen.

Die Festplatte hat eine Speicherkapazität von 320 GB und arbeitet mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Eine 500-GB-Festplatte (ebenfalls 5400 Umdrehungen/Minute) ist für einen Aufpreis von 90 Euro bzw. 130 Franken zu haben.

Der Mac mini wird wie gewohnt ohne Tastatur (Aufpreis zwischen 49 und 69 Euro bzw. 75 bis 99 Franken) und Maus (Aufpreis zwischen 49 und 69 Euro bzw. 75 bis 99 Franken) geliefert. Optional erhältlich sind unter anderem eine Fernbedienung (19 Euro bzw. 29 Franken), ein Mini DisplayPort-auf-DVI-Adapter (29 Euro bzw. 39 Franken) und ein Mini DisplayPort-auf-VGA-Adapter (29 Euro bzw. 39 Franken). Der Mac mini wird vorinstalliert mit Mac OS X 10.6.3 und iLife '09 geliefert.

Konfigurationen und Preise

Der Mac mini wird in einer Standard- und in einer Server-Konfiguration angeboten und ist ab sofort verfügbar. Das Server-Modell verfügt über zwei Festplatten (dafür fehlt der DVD-Brenner), die mit 7200 Umdrehungen pro Minute arbeiten, und kommt mit Mac OS X Server.

• Mac mini mit 2,4 GHz Core 2 Duo, zwei GB Arbeitsspeicher, 320-GB-Festplatte (5400 Umdrehungen/Minute), GeForce 320M, 8x DVD-Brenner, WLAN, Bluetooth, SD-Card-Slot, Mac OS X. Preis: 809 Euro bzw. 999 Franken.

• Mac mini mit 2,66 GHz, vier GB Arbeitsspeicher, zwei 500-GB-Festplatten (7200 Umdrehungen/Minute) für RAID-Betrieb, GeForce 320M, WLAN, Bluetooth, SD-Card-Slot, Mac OS X Server. Preis: 1149 Euro bzw. 1449 Franken.


Nachtrag (16. Juni): Angaben zum Speicherkartenslot aktualisiert. Lesen Sie außerdem: Neuer Mac mini: Details und Reaktionen.

Kommentare

Hallo,

Das ist ja wohl ein Angebot zum Abgewöhnen.
Nehme ich den 2.66GHz Prozessor, 4Gig Ram, 500Gig HD, Mighty Mouse + Wireless Keyboard hinzu bin ich bei einem iMac ohne Bildschirm mit langsamerem Prozessor (2.66 statt 3.06 GHz) und zahle wegen des langsamerem Prozessors und fehlendem Bildschirms 100 Euro mehr (ja wirklich mehr und nicht weniger).
Ich glaube Apple will den Mac Mini killen. Vielleicht macht ja die Serverversion mehr Sinn.

Der SD-card slot mag ja ganz nett sein, ist aber für ein paar Euro über USB nachrüstbar. Mehr Sinn würde da für mich ein e-SATA port machen

MFG

Günter

ein Lockkauf kann das ja nun nicht mehr werden :-(

ich bin schon ein Fan des Mini, aber zu dem Preis
und die Ausstattungen die ich nie brauch werde,
find ich es recht Haarig ....
Fehlt nur noch das der Optische Audio Ausgang noch
fehlt, dann ist es völlig aus mit dem Mini bei mir.
- Schade -

MacMini Intel , 24er Dell TFT
DAC = ADA24 von ELV ,
Class D Verstärker, Tannoy Studio Boxen

Schade, bin ein großer Apple Fan und bin auch gut mit den unterschiedlichsten Apples ausgestattet.

Aber der Maxi-Preis für den Mini-Rechner ist nicht nachvollziehbar und eine Unverschämtheit.

Bye bye Mac Mini!!!!

Bitte vergesst nicht, dass auch der schwächere Euro für die höheren Mac mini-Preise verantwortlich ist. Klar, der US-Preis ist um 100 Dollar gestiegen. Aber wäre der Euro noch so stark wie vor einem halben Jahr, würde der neue Mac mini wohl eher 749 statt 809 Euro kosten. Das bitte nicht vergessen!

Jede Wette: Der neue iMac, der wohl bald kommen wird, wird wegen des schwächeren Euro ebenfalls teurer werden. Dann passen auch die preislichen Relationen zum Mac mini wieder.

Grundsätzlich: Der Mac mini zielt auf Leute, die schon einen oder mehrere Monitore haben bzw. sich mit den iMac-Displays nicht anfreunden können.

Das heutige Upgrade halte ich für durchweg gelungen. Apple hat die wichtigsten Kritikpunkte behoben, nämlich mehr RAM inklusive einfache Erweiterbarkeit, und zugleich sinnvolle Neuerungen (schnellere Grafik, Speicherkartenslot) eingebaut. Das schlankere Gehäuse sieht schick aus.

Vor kurzem wurde noch von etlichen Usern hier gejammert, dass sich Apple zu stark auf iPhone und iPad konzentriert, einige titulieren diese Geräte gar als "Spielzeug".

Jetzt ist ein neuer und wie ich finde stark verbesserter Mac mini da und die Jammerei geht weiter. Ideales Gerät für Home, Home Office und Small Business!

... der alte war ab 500 € zu haben .
also 300 Euro Aufschlag. Was bitte soll denn da drin sein das er 300 € teurer wurde ?
Apple verarscht uns gerade gewaltig.

[quote=antonius]... der alte war ab 500 € zu haben .
also 300 Euro Aufschlag. Was bitte soll denn da drin sein das er 300 € teurer wurde ?
Apple verarscht uns gerade gewaltig.[/quote]

Der alte Mac mini war - einschließlich Urheberrechtsabgabe - ab 566 Euro zu haben. Die neue Einstiegskonfiguration ist also 243 Euro teurer. Dafür erhält man mehr Leistung: Größere Festplatte, schnelleren Grafikchip, Speicherkartenslot, HDMI, bis zu 8GB RAM, flaches Gehäuse, Wegfall des externen Netzteils, niedriger Stromverbrauch.

Und, ich wiederhole mich, ohne den zuletzt stark gesunkenen Euro würde der neue Mac mini höchstwahrscheinlich keine 809 Euro, sondern um die 750 Euro kosten. Deswegen dürfte der nächste iMac auch etwas teurer werden, was die preisliche Relation zum Mac mini wieder herstellt.

Klar, es ist und bleibt eine Preiserhöhung, auch bei unveränderten Eurokurs. Aber IMHO rechtfertigt das Upgrade das.

was bitte ist das für ein argument ? flacheres gehäuse ???
oder größete Festplatte ?
und den mac mini gab es durchaus für 499.-
ok speicherkartenslot und bessere grafik, jedoch naja was reg ich mich auf

In den USA kostet der neue Mini ab 699 Dollar. Berücksichtigt man den aktuellen Wechselkurs und schlägt noch die deutsche MwSt. drauf, landet man bei 680 bis 690 Euro. Das ist weit unter 809 Euro - egal wie dramatisch der Euro noch schwanken mag. Im Übrigen gehört den Dollar schon länger nicht mehr zu den stabilen Währungen.

ist die Preis Grenze über schritten ....

Es spielt dabei keine Rolle wie auch man es immer rechnet.
Aussage kräftig , gerade in unserem "Geiz ist geil" Land
spielt es schon eine Rolle ob am Anfang der Endsumme
eine 4 , 5, 6, 7, oder gar eine 8 steht.

Die Leute, so auch ich sehen das nu mal so, egal wie
man die Summe schön rechnet.

Zumal ich die ganzen neuen tollen Ausstattungen nicht brauche.

Ich bin mal gespannt, wie der sich so im Test verhält, ob er
auch über Stunden fast lautlos ist....
Das sind ja auch Argumente.

tach zusammen

MacMini Intel , 24er Dell TFT
DAC = ADA24 von ELV ,
Class D Verstärker, Tannoy Studio Boxen

... aber für meinen Geschmack zu teuer. Zum Glück habe ich im Oktober bei der neuen Generation zugeschlagen. Der mini 2,26 reicht mir wieder für mind. 3 Jahre. Und was es dann zu welchem Preis gibt, juckt mich jetzt erstmal nicht.

Wer noch einen günstigen Mini will, sollte die nächsten Wochen wohl den Refurbished Store im Auge behalten.

irgendwie möchten hier einige den Realitäten nicht ins Auge sehen:

1. Apple Deutschland hat schon immer einen kräftigen Aufschlag verlangt, und das mit der Eindeutschung begründet. Das ist also nichts Neues, und wurde schon immer stark kritisiert.

2. Der Mac Mini war Anfangs auch teurer, und wurde wohl aus Kampfgründen zwischendurch heruntergesetzt auf 499.- der Euro hat aber seit Ende letztem Jahr sehr stark gegenüber dem Dollar verloren.
SEHR stark

3. Transportkosten nach EU sind ziemlich hoch.

Fazit: etwas über 120 Euro mehr zu bezahlen ist nachzuvollziehen. Wer das nicht möchte kann das Teil ja in den USA bestellen, oder sich wieder einen Medion kaufen und ein gehacktes OSX drauf laufen lassen.
Wenn ich allerdings bedenke dass so ein MacMini einen iMac aus 2009 ersetzen KÖNNTE für rund 500 Euro weniger, dann rechnet sich das. Oder wieviel kostet heute ein 24" TFT?

fibbo