Apple: Ausblick auf die nächsten Monate

Im Herbst brannte Apple ein Produktfeuerwerk ab: Das Unternehmen stellte eine neue iMac- und eine neue MacBook-Pro-Generation vor, veröffentlichte die Betriebssysteme OS X 10.9 "Mavericks" und iOS 7.0, brachte das iPhone 5c und das iPhone 5s auf den Markt, kündigte neue iLife- und iWork-Versionen an und präsentierte verbesserte iPads. Doch die nächsten Monate versprechen nicht weniger spannend zu werden. MacGadget gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden Ankündigungen Apples.

• Neuer Mac Pro. Die Markteinführung der Desktop-Workstation steht unmittelbar bevor. Im Oktober gab Apple bekannt, dass der neue Mac Pro im Laufe des Dezembers auf den Markt kommen soll – bereits nächste Woche könnte es also soweit sein. Die Preise sind seit einigen Wochen bekannt.

Das Einsteigermodell (2999 Euro bzw. 3399 Franken) verfügt über einen mit 3,7 GHz getakteten Xeon-E5-Vierkernprozessor (Taktratenerhöhung via Turbo-Boost bei Bedarf auf bis zu 3,9 GHz) mit zehn MB L3-Cache, zwölf GB Arbeitsspeicher, zwei FirePro-D300-Grafikkarten mit je zwei GB VRAM und eine 256-GB-SSD.



Die Konfiguration mit Xeon-E5-Sechskernprozessor (3,5 GHz; via Turbo-Boost bis zu 3,9 GHz) mit zwölf MB L3-Cache, 16 GB Arbeitsspeicher, zwei FirePro-D500-Grafikkarten mit je drei GB VRAM und 256-GB-SSD soll 3999 Euro bzw. 4499 Franken kosten.

Der neue Mac Pro kann gegen Aufpreis auch mit Achtkernprozessor (3,0 GHz, 25 MB L3-Cache), Zwölfkernprozessor (2,7 GHz mit 30 MB L3-Cache), bis zu 64 GB Arbeitsspeicher, FirePro-D700-Grafikkarten mit sechs GB VRAM und 512-GB- oder 1000-GB-SSD bestellt werden.

• Verbessertes Thunderbolt-Display. Ein neuer Apple-Bildschirm gilt als überfällig. Als Neuerungen sind 4K-Auflösung, Thunderbolt 2, USB 3 und ein dünneres, an aktuelle iMacs angelehntes Design im Gespräch. Eine Ankündigung zeitgleich mit dem Verkaufsstart des neuen Mac Pro würde sich anbieten.

• Neuer Mac mini. Die Vorstellung einer neuen Mac-mini-Generation wird für die nähere Zukunft erwartet. Der beliebte Kompakt-Desktop dürfte mit "Haswell"-Chips für eine höhere Rechen- und Grafikleistung sowie WLAN nach 802.11ac ausgestattet werden.

• AirPort Express mit 802.11ac. AirPort Extreme und AirPort Time Capsule wurden bereits im Juni mit dem neuen WLAN-Standard 802.11ac ausgerüstet. AirPort Express dürfte in Kürze folgen.

• Neues Apple-TV-Modell. Eine verbesserte Version der beliebten Set-top-Box wird für das erste Halbjahr 2014 erwartet - mit A7-Prozessor, zusätzlichen Funktionen und WLAN nach 802.11ac.

• Updates für OS X und iOS. OS X 10.9.1 steht vor der Tür, mit der Veröffentlichung kann bereits für die kommende Woche gerechnet werden. Das Update dürfte neben vielen Fehlerkorrekturen auch Unterstützung für den neuen Mac Pro mitbringen. OS X 10.9.2 wird für Februar oder März erwartet, das iOS 7.1 für Januar oder Februar.

• Updates für Final Cut Pro X und Logic Pro X. Bereits im Juni kündigte Apple an, dass an einem Update für die Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro X gearbeitet wird, das Optimierungen für den neuen Mac Pro bietet. Ähnliches ist für die Musikproduktionssoftware Logic Pro X zu erwarten.

• Neue Funktionen für iWork. Anfang November reagierte Apple auf die Kritik an den neuen Versionen der iWork-Programme und kündigte an, fehlende Funktionen der Vorgänger schrittweise nachzurüsten. Letzte Woche erschienen bereits erste Updates, weitere sind für die kommenden Monate zu erwarten.

Ein dickes Fragezeichen steht weiterhin hinter der Zukunft der Fotosoftware Aperture. Aperture 3 wurde vor fast vier Jahren vorgestellt. In dieser Zeit wurden konkurrierende Programme wie Capture One, Photoshop Lightroom oder Optics Pro mit vielen neuen Funktionen ausgestattet, während Aperture nur kleinere Updates erhalten hat. Eine Stellungnahme Apples zur Zukunft von Aperture ist aus Anwendersicht längst überfällig und dringend erforderlich.

Kommentare

Der neue Mac Pro ist echt cool

Aber halt auch sehr (zu?) teuer. 3000 Euro für das kleinste Modell ist schon recht heftig. Bin mal auf die Verfügbarkeit zum Verkaufsstart gespannt. Hoffentlich gibt es nicht so ein Drama wie beim iMac letztes Jahr.

Und Mavericks: 10.9.1 sollte schnellstmöglich veröffentlicht werden. Ich hab Mavericks nochmal angetestet. Die miese Performance, die vielen Bugs - es macht echt so keinen Spaß.

An eine neue Aperture-Version glaube ich schon fast nicht mehr. Schade, war damals ein einzigartiges Programm.

Der Neue Mac Pro - teurer Spass...

Der neue Mac Pro ist ein tolles Gerät - keine Frage. Nur der Preis wird so einige private Anwender abschrecken. Knapp 3.000 Euro will Apple für den Mac Pro mit Grundausstattung haben. Da sind Maus, Tastatur und Monitor nicht eingerechnet. Die kommen noch dazu.
Je nach dem, wie gut gefüllt der Geldbeutel ist, rechnet man Komplett mit allem drum und dran mit ca. 3.500 bis 4.000 Euro.
Damit ist für viele private Anwender der Traum vom neuen Mac Pro ausgeträumt.

Preis und Leistung

es ist doch so:

kauf dir nen x-beliebigen Windows-Rechner mit genau der gleichen Performance und Ausstattung sowie dem vermutlich kaum oder gar nicht hörbaren Kühlsystem inkl. Betriebssystem und mitgelieferter Software.

Ich glaube kaum, daß das für den gleichen Preis machbar ist.

Aperture

Also was Aperture angeht, weiss man scheinbar hier schon etwas:

apertureforum.de/viewtopic.php?f=11&t=2467

Gruß Frank

Mit nur minimalen "Eingeweiden"

Möchte man noch extra Karten u. HDs dazu haben, muss alles noch Extern zugekauft werden, das erhöht den Preis nochmals erheblich, ein neuer MacPro für Design-Freaks aber nicht für die meisten professionellen Anwender, gesamthaft einfach viel zu teuer, für mich der Tod des MacPros in 2-3 Jahren, da viel zu wenig gekauft werden wird.
Gruss Uese

Wir werden sehen.....

douglaz schrieb:
es ist doch so:

kauf dir nen x-beliebigen Windows-Rechner mit genau der gleichen Performance und Ausstattung sowie dem vermutlich kaum oder gar nicht hörbaren Kühlsystem inkl. Betriebssystem und mitgelieferter Software.

Ich glaube kaum, daß das für den gleichen Preis machbar ist.

Wenn Du da nur nicht falsch liegst, denke Du hast die ganzen externen Zubehörteile für externe HDs,Karten etc. vergessen (teures Thunderbolt Zubehör).

siehe auch hier

siehe auch hier ;-))

finalcutprofi.de/phpboard/viewtopic.php?t=74365

Wann könnte der neue Mac mini erscheinen?

Hallo zusammen, vielleicht kann mir ja jemand ein wenig helfen...

Hab' mir grad einen (zusätzlichen) Mac mini bestellt, könnte den aber sofort nach Ankunft an Apple zurücksenden.

Frage 1: Wann könnte denn der neue Mac mini erscheinen?

Frage 2: Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen dem nomalen mini und dem mini Server, außer der zweiten Festplatte und der vorinstallierten Server.app?

Pace.

Fred

Neuer Mac mini

Zu 1) Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird. MacBook Air, MacBook Pro und iMac haben bereits aktuelle Haswell-CPUs und WLAN 802.11ac. Die neue Technik ist verfügbar, ich sehe eigentlich keinen Grund, weshalb Apple die Ankündigung neuer Mac mini Modelle noch hinauszögern sollte (außer vielleicht, dass damit bis Januar gewartet wird, um den Absatz im ersten Quartal zu stimulieren).

Zu 2) Weitere Unterschiede gibt es nicht. Du kannst auch ein "reguläres" Mac mini Modell kaufen und später OS X Server installieren bzw. eine zweite Festplatte/SSD einbauen. Für eine zweite 1 TB Festplatte und OS X Server 200 Euro mehr zu verlangen... das ist viel zu viel. Wenn die Festplatten wenigstens 7200rpm hätten...

Danke...

Vielen Dank, Hannes!

Dann schick ich das Teilchen (schweren Herzens) morgen gleich wieder zurück. Der freundliche Apple-Mitarbeiter hat sogar gemeint, ich könnte ihn erst mal auspacken und begutachten. Aber die zwei Monate kann ich schon warten, im Moment läuft das Ganze ja stabil auf einem 2009er Mac mini.

Pace.

Fred

Beim Mac mini glaub ich

Beim Mac mini glaub ich inzwischen eher an ein unbedeutendes Silent Upgrade: Stromsparendere Prozessoren, die nur unbedeutend schneller sind. Wann das der Fall sein wird? Vlt. wenn die Haswell Prozessoren in größerer Stückzahl und damit billiger lieferbar sind? Kann im Januar der Fall sein oder auch im April oder September.

Zum Mac Pro: Hier wird immer impliziert, "die Profis" (sprich alle, bis auf wenige Ausnahmen) bräuchten interne Erweiterbarkeit. Dies trifft sicher auf einige professionelle Spezialanwendungen zu. Bei der Mehrheit der professionellen Kunden sieht es aber wahrscheinlich eher aus wie bei uns: Werbeagentur für Print- und Online-Kommunikation mit 12 Arbeitsplätzen, die Daten liegen für alle zentral auf einem Server. Die gekauften Rechner werden - wie sie sind - ins Netzwerk eingebunden und - so wie sie sind - 3-4 Jahre genutzt, bevor sie als Bürorechner eine zweite Karriere von 3-5 Jahren machen. Für Kunden wie uns passen die neuen Pros also besser als die alten dicken Brummer.

Auch wenn es für manche unbefriedigend ist: Aus Sicht von Apple macht es also mehr Sinn, ein schlankes System anzubieten, das extern erweitert wird als ein großes Leergehäuse, das von 90% der Zielgruppe weder gewünscht noch genutzt wird. Streiten kann man sicher über den Preis für das Ganze und darüber, ob für Spezialanwender nicht doch zusätzlich auch ein anderes Gehäuse angeboten werden solle. Da aber ohnehin schon 80% des Marktes (auch prof. Anwender) mit weiter stiegender Tendenz mit Notebooks arbeitet, sehe ich bei einem Massenmarkthersteller dafür eher schwarz.