Neue MacBook-Pro-Generation: Anwender berichten von Problemen mit Bilddarstellung und Akkulaufzeit

Die neue MacBook-Pro-Produktreihe hat offenbar vereinzelt Probleme mit der Bilddarstellung. Betroffen sind Anwenderberichten zufolge sowohl die 13,3-Zoll-Konfigurationen mit Intel-Iris-Grafikchip als auch die 15,4-Zoll-Modelle mit Radeon-Pro-GPU. Demnach kann es zu Verzerrungen, der Darstellung von Artefakten und Falschfarben sowie zu Bildschirmflackern kommen – unter anderem bei der Nutzung von Adobe-Software wie Premiere Pro und Media Encoder, aber auch mit Apple-Programmen wie Fotos oder bei Nutzung der iCloud-Fotobibliothek.



Vereinzelt ist sogar von Abstürzen die Rede. Allerdings haben nicht alle Besitzer eines neuen MacBook Pro derartige Schwierigkeiten mit ihrem Gerät – viele User vermelden einen einwandfreien Betrieb. Apple untersucht die Probleme bereits, die höchstwahrscheinlich softwareseitige Gründe haben, beispielsweise fehlerhafte Grafiktreiber oder Bugs in anderen Betriebssystemkomponenten, die die Hardwareunterstützung regeln. Ein baldiges Update – möglicherweise das seit Anfang November in der Entwicklung befindliche macOS 10.12.2 – wird die Probleme vermutlich beheben. Bis zur Klärung durch Apple kann jedoch auch ein Hardwareproblem nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Auch in puncto Akkulaufzeit gibt es rege Diskussionen. Einige Besitzer eines neuen MacBook Pro klagen über geringere Laufzeiten als von Apple genannt, andere hingegen berichten über Werte, die über den Herstellerangaben liegen. Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt natürlich maßgeblich von den individuellen Nutzungsgewohnheiten und Parametern wie Displayhelligkeit, Tastaturbeleuchtung und Hintergrundprozesse ab.



Bei den 15,4-Zoll-Modellen kommt hinzu, dass für grafikintensive Aufgaben der Radeon-Pro-Grafikprozessor zugeschaltet wird, der mehr Energie benötigt, als der Iris Graphics im Intel-Hauptprozessor. Möglicherweise ist die softwareseitige Unterstützung für die Radeon-Pro-GPUs noch nicht richtig ausgereift – unnötiges Zuschalten des AMD-Chips könnte hier ein Problemfeld sein. In Tests von Ars Technica, TechCrunch und anderen Publikationen wurden keinerlei Probleme mit Akkulaufzeit und Bilddarstellung aufgespürt.

Übrigens: mit dem kostenlosen Tool gfxCardStatus lässt sich verhindern, dass beim MacBook Pro der AMD- oder Nvidia-Grafikchip aktiviert wird, wodurch sich die Akkulaufzeit verlängern lässt.

Kommentare

ähnliche Probleme auf älterer Hardware?!

bei mir nach Upgrade von El-C auf Sierra letztens ähnliche Probleme beim Beenden Ruhezustand auf einem iMac 5K, 27'', late 2015. Rechner ebenfalls abgestürzt.

Jens

Running Gag....

Ganz ehrlich, Graphikprobleme beim MBP haben doch gute Tradition. Mein Alu MBP 3.1 von 2007 und viele Generationen danach litten unter überhitzten oder gar abgetauchten GPUs, weil Foxconn eine Art Fensterkitt als Wärmeleitpaste verwendet. Katzenscheisse wäre wahrscheinlich besser, aber gerade nicht verfügbar. Dass eine derartige Schlamperei beim Topmodell über so viele Jahre die Kundschaft nicht vom Kauf abhält, ist vollkommen unverständlich.

Graphikprobleme beim MBP

MacManiac schrieb:
Running Gag.....
LOL - MBP late 2011, drittes Motherboard auf Apples Rechnung ... der Running Gag fing schon mit den alten iBooks an, bei denen der Grafikprozessor serienmäßig von der CPU gegrillt wurde. Vielleicht kann Apple nicht anders ...

Gruß Uli

Und wenn es diesmal wirklich nur ein Softwareproblem ist?

Aber okay, hauptsache genörgelt. Warum nutzt ihr eigentlich noch Macs wenn alles so kacke ist? Viel Spaß mit eurer Windows und Linux Frickelei.

Der Capitan läuft rock solid auf allen privaten und geschäftlich genutzten Macs, Desktops wie Notebooks.

Aber es passt ja zum Zeitgeist, die Dauernörgelei.

gfxCardStatus Retter in der Not - und nicht nur Akkusparer!

Ja gfxCardStatus ist quasi der Retter für alle MacBooks mit kaputten zweiten Grafikchip. MacBookPro 5,1 Late 2008. Das Macbook könnte ich sonst wegschmeissen. Kann ich nur empfehlen!

Nostalgisch verklärte Vergangenheit

Als ob es damals zu den allerbesten Jobs und PPC Zeiten keine Probleme mit der Hardware gab. Habt ihr die zum Teil erheblichen Probleme bei einigen PowerBook G4 Modellen und iBook G3 schon vergessen oder verdrängt? Gab es etwa damals keine Reparaturprogramme? Oder die leckgeschlagenen Power Mac G5 Kühlungen? Die lärmenden Power Mac G4 MDD?

Ja, scheint Zeitgeist zu sein. Apple heute = Alles Mist. Apple früher = Alles suppi. Jeder malt sich eben seine Welt wie sie ihm gefällt... Ich bin mit Macs immer noch produktiver als mit Windows. Kauft euch doch mal ein High End Windows Laptop. Unterm Strich auch nicht viel günstiger als ein neues MBP. Hardwareprobleme gibts da auch ohne Ende. Nur interessiert es die Hersteller nach ein paar Jahren kaum noch, während 10 Jahre alte Macs noch mit Softwareupdates versorgt werden.

Und PS: Ja, Kritik muss sein, wenn sie berechtigt ist. z. B. muss sich dringend bei Mac mini, Mac Pro und iMac etwas tun. Weiter muss sich Apple dringend hinterfragen, ob denn wirklich jedes Jahr ein neues Release beim OS sein muss.

Moin

jemay schrieb:
bei mir nach Upgrade von El-C auf Sierra letztens ähnliche Probleme beim Beenden Ruhezustand auf einem iMac 5K, 27'', late 2015. Rechner ebenfalls abgestürzt.

Jens


Hatte ich auch, der Bildschirm wurde kurz ganz weiß, dann ganz schwarz mit einem bunten Band entlang der Oberkante. (iMac 27", core i5 3.2 GHz, 1 TB Fusion). War ein Software-Problem. Ich hatte noch Support, und der hat mich im Terminal drei Zeilen eingeben lassen:
sudo pmset standby 0
sudo pmset autopoweroff 0
sudo rm /var/vm/sleepimage
Danach Neustart, und siehe, alles ward gut :o)
Vielleicht wirkt's auch bei Dir?

Gruss

die Terminalbefehle

werde ich mal ausprobieren, falls das Problem wieder auftreten sollte.

Danke
Jens

Nörgelei

derballistrund schrieb:
Aber okay, hauptsache genörgelt. Warum nutzt ihr eigentlich noch Macs wenn alles so kacke ist? Viel Spaß mit eurer Windows und Linux Frickelei.

Der Capitan läuft rock solid auf allen privaten und geschäftlich genutzten Macs, Desktops wie Notebooks.

Aber es passt ja zum Zeitgeist, die Dauernörgelei.

Dem stimme ich voll und ganz zu.
Ich betreue bei und in der Firma über 30 Macs.
Die laufen alle ohne Probleme. Sicherlich werde sie hauptsächlich für Desktopaufgaben eingesetzt.

Ich habe die Systeme 10.6.8 10.10.x 10.11.x im Einsatz.
10.6.8 deswegen, weil hier noch eine Software läuft, die mit späteren nicht mehr funktioniert.

Ich habe viele Notebook bereits mit SSD ausgestattet, das funktioniert prächtig.

Was ich jedoch anmerken will:
Es ist im Zeitgeist zu nörgeln, aber auch auch immer wieder neue "bessere" Geräte zu fordern.
Doch ich frage mich ehrlich ob es nicht besser wäre, die Zyklen wieder zu verlängern und die Hardware von Apple länger zu testen?

Nur mal so zum drüberstreuen: Ich habe bei mir auch ein paar Dosenbooks im Einsatz.
Da habe ich ein paar dabei von HP über Toshiba bis Lenovo.
Doch was bei allen gleich ist: ca 3 Monate nach Kauf beginnen die Auflösungserscheinungen.
zb. Lösen sich Schrauben oder Tasten, ...
Akkulaufzeiten von max 2-3 Stunden sind bei Windosen sowieso normal. Auch wenn sie 10 Stunden angeben. Nach 6 Monaten ist die Laufzeit auf 30 min gesunken.
Und das bei Books die wesentlich mehr als 400 € kosten.
Teilweise sogar mehr als ein MacBook Air.

... und sie leben doch!