Chrome 56 veröffentlicht: Google setzt Abkehr vom Flash Player fort

Google hat den Web-Browser Chrome in der Version 56 zum Download (61 MB, mehrsprachig) bereitgestellt. Damit setzt das Unternehmen die Abkehr vom Flash Player fort: die Adobe-Software ist nun standardmäßig deaktiviert, der Browser bevorzugt HTML-5-Inhalte. Verwendet eine Web-Site Flash, muss der Anwender den Flash Player manuell einschalten.

Chrome

Web-Browser Chrome in Version 56 erschienen.
Bild: Google.



Google hatte im Herbst 2015 damit begonnen, die Unterstützung für Adobes proprietäre Flash-Technologie schrittweise zurückzufahren. Ähnliche Bestrebungen laufen bei anderen Browser-Herstellern wie Apple und Mozilla. Die Zukunft liegt in offenen Web-Standards, denen sich auch Adobe verstärkt zuwendet. Dennoch gibt es immer noch eine große Zahl an Web-Angeboten, die den Flash Player voraussetzen, darunter Streamingdienste und Spiele.

Zu den weiteren Neuerungen in Chrome 56 gehören Wiedergabe von FLAC-Audiodateien (besonders nützlich auf dem Mac, da macOS FLAC bislang nicht unterstützt), Unterstützung für WebGL 2 (verbessert die hardwarebeschleunigte Darstellung von 3D-Grafiken), Bluetooth-Anbindung für Web-Anwendungen sowie Leistungs-, Kompatibilitäts- und Stabilitätsoptimierungen.



In Chrome 56 wurden 51 Sicherheitslücken geschlossen. Mehrere dieser Schwachstellen werden mit dem Schweregrad "Hoch" eingestuft, da sie Angreifern unter Umständen das Einschleusen und Ausführen von Schadcode über manipulierte Web-Seiten ermöglichen.

Chrome setzt mindestens OS X Mavericks voraus. Bestehende Chrome-Installationen werden innerhalb der nächsten Tage automatisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Aktualisierung kann manuell über den Befehl "Über Google Chrome" im Menü "Chrome" angestoßen werden. Der Tab "Über Google Chrome" zeigt auch die Versionsnummer an. In Chrome ist der Flash Player von Adobe integriert.