Weitere Einzelheiten zu macOS 10.13.4: EFI-Updates, Änderungen in vielen Bereichen, Problemberichte

03. April 2018 12:45 Uhr - Redaktion

In der Nacht zum Karfreitag hat Apple die Finalversion von macOS 10.13.4 (Build 17E199) veröffentlicht. Satte 2,3 GB bringt das Betriebssystemupdate auf die Waage. Zwar fielen die Versionsanmerkungen des Herstellers diesmal etwas großzügiger aus, ein genauerer Blick offenbart jedoch, dass macOS 10.13.4 weit mehr Änderungen bietet als von Apple angegeben.

Nahezu jedes in macOS enthaltene Programm ist mit Version 10.13.4 aktualisiert worden, zu den vorgenommenen Fehlerkorrekturen bzw. Verbesserungen schweigt sich Apple allerdings aus. In den Release-Notes werden lediglich Mail, Terminal und Safari erwähnt. Updates haben auch die mitgelieferten Audio-Plugins sowie verschiedene Schriften, Dashboard-Widgets, Kernel-Erweiterungen sowie Automator- und Core-Services-Komponenten erhalten.

Das neue Dateisystem APFS macht einen Sprung von Version 748.41.3 auf 748.51.0. Während der Installation von macOS 10.13.4 werden Firmware-Updates für alle unterstützten Macs eingespielt (was zu mehreren Neustarts während des Vorgangs führt). Updates gab es zudem für eine Vielzahl an Frameworks, die Bedienungshilfen, die Systemeinstellungen und verschiedene Unix-Komponenten. Auch dazu macht Apple keinerlei nähere Angaben.

 
macOS High Sierra
 
macOS High Sierra: Version 10.13.4 ist ein umfangreiches Update.
Bild: Apple.

 

macOS 10.13.4 enthält neue Treiber für AMD-, Intel- und Nvidia-Grafikchips. Die Grafikengine Metal 2 hat zahlreiche Verbesserungen und Fehlerkorrekturen erfahren. Anwender berichten von höheren Frameraten in Metal-basierten Spielen. Der beim iMac Pro voreingestellte Schreibtischhintergrund steht nun allen Anwendern zur Verfügung.

Die Warnung beim Start von 32-Bit-Programmen wurde in der Finalversion von macOS 10.13.4 entfernt. Sie wurde während der zweimonatigen Betaphase implementiert, um die Entwickler für die mittelfristig auslaufende 32-Bit-Unterstützung zu sensibilisieren. Nach dem aktuellen Stand wird die Warnung mit macOS 10.14 zurückkehren. Voraussichtlich mit macOS 10.15 wird die 32-Bit-Unterstützung eingestellt.

Probleme gibt es in Verbindung mit Anwendungen wie DisplayLink, Duet Display oder Air Display, mit denen sich beispielsweise iPads als Zweitbildschirm einsetzen lassen. Aufgrund von Änderungen in Metal und im WindowServer funktioniert dies unter macOS 10.13.4 derzeit nicht. Die Hersteller der genannten Lösungen haben Apple bereits über die Problematik informiert und arbeiten an Bug-Fixes.

Unter dem Strich stellt macOS 10.13.4 einen klaren Schritt nach vorne dar. High Sierra hat nun einen relativ ausgereiften Zustand erreicht, wenn man von den weiter bestehenden APFS-Einschränkungen absieht, die wahrscheinlich erst mit macOS 10.14 aus der Welt geschafft werden. Wer bisher mit dem Umstieg auf macOS High Sierra gewartet hat, kann die nun erfolgte Freigabe von macOS 10.13.4 zum Anlass nehmen, sich mit dem aktuellen Betriebssystem näher zu beschäftigen. Wie immer gilt: Unbedingt vorher die Kompatibilität der eingesetzten Hard- und Software von Drittherstellern abklopfen!