Windows auf dem Mac nutzen: Parallels Desktop 15 mit Unterstützung für DirectX 11 ist da

13. Aug. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

Die Corel-Tochterfirma Parallels hat heute die Verfügbarkeit von Parallels Desktop 15 bekannt gegeben. Mit der Virtualisierungssoftware lassen sich Windows, Linux und andere Betriebssysteme parallel zu macOS betreiben. Wichtigste Neuerung in Parallels Desktop 15: Unterstützung für DirectX 11.

Dadurch lassen sich weit mehr Windows-Programme in einem Gastsystem nutzen als in früheren Parallels-Desktop-Versionen, die auf DirectX 10 beschränkt sind. Die DirectX-11-Unterstützung hat Parallels im Zuge der Umstellung auf Apples moderne Grafikengine Metal implementiert, sie erfordert mindestens macOS Mojave. Daraus resultiert auch eine höhere Grafikleistung, abhängig von der Leistungsstärke der vorhandenen GPU.

 

 

Während die Vorgängerversion Parallels Desktop 14 mit macOS Catalina kompatibel ist (Auflistung bekannter Probleme und Workarounds hier), werden die Neuerungen des kommenden Betriebssystems erst ab Parallels Desktop 15 unterstützt, darunter Sidecar (iPad als Zusatzbildschirm und als Grafiktablet mit Apple Pencil verwenden) und eine verbesserte Handhabung der Sicherheits- und Datenschutzdialoge von macOS Catalina.

Ebenfalls neu in Parallels Desktop 15 sind Unterstützung für das Freigabe-Menü im Finder (Dateien als Anhang zum E-Mail-Client in Windows hinzufügen), Drag & Drop aus der Screenshot-Vorschau von macOS in Windows-Anwendungen, erweiterte Kompatibilität mit Bluetooth-Geräten (Xbox One Controller, Logitech Craft, Smart-Home-Hardware...), Bluetooth- und DRM-Unterstützung für Linux-Gastsysteme und Verbesserungen für den Unternehmens-Einsatz. Dazu der Hersteller:

 

 

"Parallels Desktop 15 für Mac Pro Edition und Business Edition verfügen jetzt über ein Virtual Platform Trusted Module (vTPM), eine neue virtuelle Hardware-VM-Konfiguration, die von Windows für die Aktivierung zusätzlicher Sicherheitsfunktionen benötigt wird. Mit einem vTPM in hochsicheren Unternehmensumgebungen können Benutzer BitLocker gemäß den Konzernrichtlinien aktivieren, virtuelle Smartcards verwenden oder eine noch sichere Version von Windows Hello PIN für höheren Schutz aktivieren."

Parallels Desktop 15 setzt macOS Sierra oder neuer voraus, wobei die Metal- und damit die DirectX-11-Unterstützung erst ab macOS Mojave zur Verfügung steht. Eine unbefristet nutzbare Lizenz ist zum Preis von 99,99 Euro erhältlich (Upgrade 49,99 Euro). Im Abo kostet Parallels Desktop pro Jahr 79,99 Euro (inklusive kostenfreier Upgrades), bei den leistungsstärkeren Edition Pro und Business sind es jährlich 99,99 Euro. Eine Demoversion steht zum Download bereit. Eine Aufstellung mit allen Neuerungen liegt als PDF-Dokument vor.

Kommentare

Na endlich! Das ist mal eine ganz wichtige Neuerung, lange überfällig. Parallels Desktop hat somit wieder einen Vorsprung vor der Konkurrenz und bleibt die Beste Virtualisierungssoftware für den Mac. 👍