Weitere Hinweise: Neue iMac-Generation steht offenbar in den Startlöchern

12. Juni 2020 19:30 Uhr - Redaktion

Die Anzeichen für eine kurz bevorstehende Ankündigung einer neuen iMac-Generation verdichten sich weiter. In Apples Online-Shop sind die Lieferzeiten für die bestehenden 27-Zoll-Standardmodelle plötzlich auf den Zeitraum "27. Juni bis 04. Juli" gestiegen, nachdem sie zuvor noch sofort verfügbar waren. Außerdem sind in der Datenbank der Eurasischen Wirtschaftsunion (Eurasian Economic Commission, kurz EEC) bislang unbekannte Mac-Modellbezeichnungen aufgetaucht.

In der Eurasischen Wirtschaftsunion müssen neue Produkte, die mit Verschlüsselungstechnologie ausgestattet sind, vor ihrer Markteinführung angemeldet werden - dies sieht die dortige Gesetzeslage vor. Neue Apple-Eintragungen in der EEC-Datenbank waren in der Vergangenheit schon mehrfach ein sicheres Indiz für anstehende Hardware-Ankündigungen der Kalifornier. Die jüngst entdeckten Einträge umfassen auch kommende iPhones (die für September erwartet werden).

Neue iMac-Modellreihe

iMacs: Eine baldige Runderneuerung des All-in-One-Desktops gilt als fast gesichert.
Foto: Apple.

 

Und schließlich: Auch die in der asiatischen Zuliefererindustrie vernetzte Publikation DigiTimes rechnet mit einem demnächst anstehenden iMac-Upgrade und geht, wie auch einige Insider, davon aus, dass das 21,5-Zoll- durch ein 23-Zoll-Modell ersetzt wird. Die 21,5-Zoll-iMacs sind bei Apple indes noch sofort verfügbar - im Gegensatz zu den noch aktuellen 27-Zoll-Konfigurationen, bei denen wohl die Lagerbestände knapp werden. Derartige Schwankungen bei der Verfügbarkeit deuteten in der Vergangenheit ebenfalls schon mehrfach anstehende Apple-Ankündigungen an. 

Zu Wochenbeginn hatte ein bekannter Leaker einen Tweet veröffentlicht, in dem er die Ankündigung einer komplett neuen iMac-Generation für die diesjährige Apple-Entwicklerkonferenz WWDC prognostizierte - Gerüchte um eine iMac-Auffrischung halten sich aber schon seit Monaten. Laut dem Leaker sei für den 2020er iMac ein komplett neues Design mit schmaleren Rändern zu erwarten. Langsame Festplatten und Fusion-Drives soll es nicht mehr geben, sondern nur noch schnelle SSD-Laufwerke mitsamt T2-Coprozessor für Echtzeit-Verschlüsselung und schnelles HEVC-Encoding. Auch sollen AMD-Grafikkarten basierend auf der Navi-Architektur Einzug halten. Bei diesen Modellen wird Apple vermutlich ein letztes Mal auf Intel-Prozessoren setzen.

Kommentare

Diese iMac-Serie wird vermutlich nur von Kunden gekauft, denen gerade alle Rechner abgeraucht sind. Ich bin schon gespannt auf die wirklich neuen Rechner mit ARM-Prozessoren nächstes Jahr.

Ich gehe eigentlich davon aus, dass Apple parallel ankündigen wird, dass die Intel-Macs noch viele Jahre lang mit Updates versorgt werden. Falls dass so eintritt, wäre alles ganz entspannt und man kann einen neuen iMac bedenkenlos als Arbeitsgerät für die nächsten 5-7 Jahre kaufen. Denn man will ja in erster Linie mit den Geräten etwas nützliches anstellen, unabhängig davon welcher Typ von CPU da drin werkelt (was die Masse der Leute wahrscheinlich überhaupt nicht interessiert), Hauptsache es läuft schnell und zuverlässig.

Ich bin davon überzeugt, das die Intel Prozessoren noch einige Jahre von Apple unterstützt werden wird.

Schon allein nach dem Gedanken, dass die Umstellung auch mit macOS und den üblichen Anwendungs-Programmen noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Man kann zwar eine Umstellung von der Intel x86 Architektur auf die ARM Technologie vornehmen, muss aber die aktuellen Modelle noch unterstützen. Wenn das nicht der Fall ist, wird das Geschäft mit Macs nicht mehr so erfolgreich sein wie bisher.

Und Apple möchte weiterhin Kunden an sich binden. :)