macOS Monterey auf nicht unterstützten Rechnern installieren: Patcher macht es möglich

11. Nov. 2021 12:30 Uhr - Redaktion

Mit macOS Monterey 12 hat Apple die Systemanforderungen angehoben: Die Unterstützung für das 2013er und 2014er MacBook Air, das 2013er und 2014er MacBook Pro, 2014er iMacs und das 2015er MacBook wurde eingestellt. Diese Rechner verbleiben bei macOS Big Sur, das noch bis zum Herbst 2023 mit Sicherheits- und Safari-Updates versorgt wird (und anschließend noch längere Zeit mit aktualisierten Definitionen für die Schadsoftware-Erkennung XProtect und MRT). Die gute Nachricht: Es gibt für macOS Monterey eine Software zur Installation auf nicht unterstützter Hardware.

Es handelt sich dabei um den OpenCore Legacy Patcher, eine quelloffene Software, an der eine emsige Community mitarbeitet. Der OpenCore Legacy Patcher ermöglicht die Installation von macOS Monterey auf Rechnern, auf denen die neue Systemversion offiziell nicht läuft. Dazu nimmt der Patcher (patchen heißt übersetzt modifizieren) entsprechende Änderungen am System (bereits beginnend mit dem Booten per EFI) vor, um den Betrieb von Monterey auf nicht unterstützten Rechnern zu ermöglichen.

Dieser Patcher hat den Vorteil, dass Sicherheitsfunktionen wie System Integrity Protection (SIP) oder die FileVault-Verschlüsselung aktiviert bleiben können - dies war ein Manko älterer Patcher von anderen Entwicklern. Der OpenCore Legacy Patcher unterstützt das Einspielen von Updates per macOS-Softwareaktualisierung, Firmware-Änderungen sind nicht erforderlich. Der Patcher wird regelmäßig aktualisiert, der Quelltext ist öffentlich einseh- und überprüfbar.

 
macOS Monterey
 
macOS Monterey gelangt via Patcher auch auf nicht unterstützte Rechner.
Bild: Apple.

 

Wie immer gilt: Die Nutzung eines solchen Patchers erfolgt auf eigene Gefahr, es gibt keinerlei Support durch Apple! Die Prozedur sollte nur von technisch versierten Anwendern vorgenommen werden, die der englischen Sprache mächtig sind. Das vorherige Anlegen einer kompletten Datensicherung ist obligatorisch.

Der OpenCore Legacy Patcher steht auf GitHub zum Download bereit. Dort gibt es zwei Ausführungen - eine für das Terminal (OpenCore-Patcher-TUI.app.zip) und eine mit grafischer Benutzeroberfläche (OpenCore-Patcher-GUI.app.zip). Video-Tutorials gibt es in größerer Zahl auf YouTube.

Kommentare

Mein alter MacMini läuft schon auf 12.0.1 unter diesem Patcher. Da er bereits unter BigSur mit PatchedSur lief, war die Installation mit einem Bauchweh verbunden. Es war eine erneute Installation von Monterey erforderlich.

Grundsätzlich patcht dieser Eingriff das EFI, was tiefgreifend ist, aber (angeblich) sollen jetzt auch Apples Softwareupdates funktionieren, was mit Patched SUR immer den Download des kompletten Installers erforderte.

Was mir aber negativ auffällt: Die Performance hat spürbar gelitten, manchmal werden Taps am externen Trackpad nicht erkannt und speziell in Safari Technology Preview 134 verlangsamt sich die Texteingabe manchmal bis zum Selundentakt, zB in YouTube Kommentarfeldern. In Safari 15.1 tritt das nicht auf.

Gutes GUI ist Lebensqualität…

1 x MacMini 2013 und MacBook Pro 2012 jeweils mit interner SSD (nachträglich eingebaut). Mit externer SSD geht es nicht. Ich habe es auf einem iMac 2012 probiert - geht nur extern. Den iMac wollte ich nicht deswegen zerlegen (Scheibe verklebt). Dort läuft MacOS Big Sur. Auf allen Systemen kann man ganz normal updaten. Performance auf Mini und Macbook sind super. iMac rennt mit Big Sur auch gut. Keine WLAN-Abbrüche o. ä. 👍

Damit die OTA Systemupdates auch auf einem externen Volume funktionieren, muss man folgendes beachten. Der OCLP Volumepicker sollte nicht ausgeblendet werden. Wenn das Update geladen und vorbereitet ist, startet der Mac neu. Bei diesem ERSTEN Neustart erscheint in dem Volumepicker das interne Volume doppelt, bei den meisten wohl als Macintosh HD, aber mit 2 verschiedenen Icons. Hierbei muss man das „nackte“, generische Volumeicon auswählen, also das ohne den Kreis mit dem Systemsymbol. Für alle weiteren Neustarts kann ggf. ganz normal wieder das externe Volume ausgewählt werden. Damit hat bei mir das Update auf einer externen SSD funktioniert. 

Ich glaube, bei Big Sur kann SIP und Secure Boot enabled bleiben, bei Monterey sollte es aber disabled werden.  

Habe erfolgreich Big Sur mit dem OCP auf meinem Mac Book Pro 13" 2011 installiert. Monterey erschien mir doch recht Beta, da warte ich lieber noch. Wirklich erstaunt bin ich über die Performance, das Notebook rennt deutlich schneller mit Big Sur als mit Mojave ! Da sieht man das es Apple nur um den Verkauf neuer Geräte geht, denn die Performance ist locker ausreichend, die die alten Geräte noch bieten.
Probleme habe ich mit meinem Mac Mini 2011. Der hat eine AMD HD6630M Grafikkarte. Der installer läuft, es wird auch neu gestartet, aber irgendwann bleibt der Vorgang stehen.
Leider hat meine EFI Firmware einen Fehler, so habe ich ein EFI Passwort (das ich auch kenne) aber es kann nicht mehr gelöscht werden. (Über die Recovery). Auch funktioniert deshalb wohl iMessages nicht. Ich habe schon alles mögliche versucht.
Ich habe mir jetzt einen neuen Programmierten Chip bestellt und werde den einlöten wenn er da ist, vielleicht läuft dann auch der OCP ?! Das letzte System Mojave mit DOSDude Patch lief so lala.
Hat hier einer nen mac Mini 5,2 und mal Big Sur oder Monterey mit dem OCP installiert ?

Ob SIP aktiviert oder teilweise deaktiviert ist, bzw sein muß ist meines Wissens nach eher auf Treiber die zusätzlich benötigt werden (GPU) zurückzuführen und nicht welche macos Version. ZB bei meinem MacBook Pro 2011, wegen der Intel HD3000. Da die Treiber nicht mehr in Big Sur und Monterey enthalten sind.

So heute ist das EEprom mit der Firmware gekommen. Eingelötet und was soll ich sagen, nun funktioniert alles. iMessages geht wieder und Big Sur ließ sich installieren, somit wohl auch Monterey über den opencore patcher. Also ein OK für den mac mini 2011 mit HD6630.