EU-Parlament verabschiedet USB-C-Pflicht für Smartphones, Notebooks und Tablets

04. Okt. 2022 15:00 Uhr - Redaktion

USB-C wird in der EU einheitlicher Ladestandard für Smartphones, Tablets, Notebooks, Kameras, Kopfhörer, Eingabegeräte und weitere Produkte. Ein entsprechendes Gesetz wurde heute vom EU-Parlament verabschiedet. Der EU-Rat, der sich mit dem EU-Parlament bereits im Sommer auf das Vorhaben geeinigt hat, muss noch förmlich zustimmen. iPhones mit USB-C werden für das kommende Jahr erwartet.

"Bis Ende 2024 müssen alle Mobiltelefone, Tablets und Kameras, die in der EU verkauft werden, einen USB-C-Ladeanschluss haben. Ab Frühjahr 2026 gilt das auch für Laptops. Am Dienstag wurden die entsprechenden neuen Vorschriften vom Plenum mit 602 zu 13 Stimmen bei 8 Enthaltungen angenommen. Sie reihen sich ein in die umfassenderen Bemühungen der EU, Elektroschrott abzubauen und die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage zu versetzen, nachhaltiger zu konsumieren.

Wenn die neuen Vorschriften kommen, braucht man nicht jedes Mal ein neues Ladegerät, wenn man ein neues mobiles Gerät kauft. Dann nämlich reicht ein einziges Ladegerät für eine Vielzahl von kleinen und mittelgroßen tragbaren elektronischen Geräten", teilte das EU-Parlament mit.

Bei Apple sind alle iPhones, das Einsteiger-iPad (die restlichen iPads haben bereits USB-C) und verschiedene Zubehörprodukte, darunter Eingabegeräte und AirPods-Ladeschalen, betroffen und müssen in den nächsten zwei Jahren von Lightning auf USB-C umgestellt werden. Ein neues Modell des Einsteiger-iPads mit USB-C wird bereits für diesen Herbst erwartet. Bei Mobilmacs ist USB-C (kombiniert mit Thunderbolt) bereits seit vielen Jahren Standard.

 
iPhone 12 Pro Max
 
EU: Neue iPhones müssen bis Ende 2024 über USB-C verfügen.
Bild: Apple.

 

Smartwatches, die drahtlos aufgeladen werden, sind ausgenommen. "Da sich das kabellose Laden immer stärker durchsetzt, muss die Kommission bis Ende 2024 die Interoperabilitätsanforderungen vereinheitlichen, damit negative Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher und für die Umwelt verhindert werden." Beim drahtlosen Laden hat sich Qi bereits als Standard durchgesetzt (iPhones unterstützen sowohl Qi als auch das Apple-eigene MagSafe).

Für Apple-Geräte bedeutet dies den endgültigen Abschied von Lightning-Zubehör. Auch in anderen Ländern, darunter den USA, zeichnet sich eine USB-C-Pflicht für mobile Geräte immer stärker ab. Neben Lightning darf künftig auch Micro-USB als Ladebuchse nicht mehr zum Einsatz kommen.

Kommentare

Warum denken diese Leute das sich am Kabelsalat irgendwas ändert nur weil man jetzt auf gleich den Hauptanschluss umstellt. 

Ok , ich habe 3 Mehrfachladegeräte mit USB-A auf Lightning. Einige Einfachlader von Apple Produkten USB-A > Lightning ….alles für iPhones und iPad.  Noch 3 USB-c auf Lightning usw.

Jetzt kommen die in den Müll und ….oder nicht , dann brauch ich neue Kabel. Apple wird wohl kaum alle Altgeräte umrüsten. Also benötige ich USB-A auf USB- C damit ich meine Geräte laden kann. 
Diese Scheinheiligkeit der EU geht mir echt auf den Sa…. , wenn sie den Umsatz ankurbeln wollen sollen sie es sagen aber nicht immer in ein Ökopakt stecken. Gespart wird hier an Kabeln nämlich ich nichts , ganz im Gegenteil.