Mehr Software für den Mac: Projekt Catalyst steht laut Apple erst am Anfang

25. Okt. 2019 12:00 Uhr - Redaktion

macOS Catalina ist aus mehreren Gründen eines der bedeutendsten Betriebssystemreleases der letzten Jahre. Ein Hauptgrund ist Projekt Catalyst. Mit Projekt Catalyst sind neue Technologien in macOS Catalina und der Entwicklungsumgebung Xcode gemeint, mit denen bestehende iOS-Apps leichter als in der Vergangenheit für macOS umgesetzt werden können. Apple weist nun darauf hin, dass diese Initiative erst am Anfang steht und für die Zukunft beständige Verbesserungen geplant sind.

"Für viele der frühen Mac-Catalyst-Entwickler war es das erste Mal, dass sie eine App für den Mac entwickelten, und es ist erstaunlich, was sie in so kurzer Zeit erreichen konnten. Wir lernen eine Menge von diesen early adopters und planen zusätzliche Ressourcen und Unterstützung, um ihnen dabei zu helfen, mit Mac Catalyst erstaunliche Mac-Erlebnisse zu schaffen", erklärte Todd Benjamin, Product Marketing Director von macOS, gegenüber Cnet.

Zuletzt wurde von Seiten der Entwickler das Fehlen von Code-Beispielen und einer ausführlichen Dokumentation für Projekt Catalyst bemängelt. Hier hat Apple nun begonnen, nachzubessern. Im Entwickler-Forum gab ein Apple-Mitarbeiter bekannt, dass eine aktualisierte Dokumentation zu Project Catalyst mitsamt einigen Beispielen bereitsteht. Nach den Worten von Benjamin soll dieses Angebot schrittweise ausgebaut werden.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Mehr Software für den Mac.
Bild: Apple.

 

Die Catalyst-Technologie an sich wird natürlich ebenfalls von Apple verfeinert und erweitert, um den Entwicklern die Portierung weiter zu erleichtern und die Qualität von für den Mac umgesetzten Apps zu erhöhen. Obwohl Catalyst noch eine junge Technologie mit Verbesserungspotenzial ist, loben bereits jetzt etliche Softwarehersteller das Projekt. Beispielsweise hat der PDF-Viewer-Entwickler erklärt, dass dank Projekt Catalyst die Mac-Umsetzung in wenigen Monaten gelungen sei - andernfalls hätte man zwei bis drei Jahre benötigt.

Der Hersteller der Rosetta-Stone-Sprachlernsoftware erklärte, dass erst durch Projekt Catalyst die Mac-Umsetzung möglich wurde. Man könne dadurch eine Mac-Software anbieten, ohne ein separates, eigenständiges Produkt mit allem Drumherum entwickeln zu müssen, sagte Rosetta-Stone-Produktmanager Greg Spils.

"Es dauerte weniger als einen Tag, bis unsere iPad-App mit Project Catalyst auf dem Mac lief", erklärte Remi Kent vom Hersteller der Notiz-App Post-it. "Dadurch konnte das Team viel Zeit aufwenden, um es für die Desktop-Nutzung zu optimieren und sicherzustellen, dass die Benutzererfahrung der App ausgezeichnet war."

Apple informiert im Mac-App-Store im Rahmen der Story "Deine Lieblings-Apps jetzt auf dem Mac" über neue Mac-Software, die mittels Projekt Catalyst umgesetzt wurde. Dazu gehören der Reise- und Urlaubsplaner TripIt, der offizielle Twitter-Client, die Sprachlernsoftware Rosetta Stone, die Dokumentenverwaltung GoodNotes 5 sowie Crew, eine Software für die Unternehmenskommunikation. Eine Mac-Version des Rennspiels "Asphalt 9: Legends" folgt in Kürze.

Kommentare

Der Anfang des Weges mag holprig sein, aber Catalyst bringt den Mac nach vorne. Wartet mal die nächsten 12 Monate ab, was dadurch für frische neue Software auf macOS gespült wird, die es so nicht geben würde, weil die Developer dafür aufwendig separate Projekte pflegen müssten, was durch Catalyst hinfällig wird.