Insider erwartet komplett überarbeiteten iMac für weiteren Jahresverlauf

29. Apr. 2020 15:00 Uhr - Redaktion

Die Spatzen pfeifen es sprichwörtlich von den Dächern: Eine grundlegende Überarbeitung des iMacs ist mehr als überfällig. Das Design mit den breiten, inzwischen etwas altbacken wirkenden Rändern ist seit vielen Jahren unverändert, der Einsatz von schnarchlangsamen Festplatten kann im Jahr 2020 nur noch als schlechter Scherz bezeichnet werden. Die gute Nachricht: Das von vielen Nutzern sehnlichst erwartete iMac-Upgrade scheint in den Startlöchern zu stehen. Dies legt ein Bericht eines in der Apple-Welt bestens vernetzten Insiders nahe.

Nach Informationen des Bloomberg-Reporters Mark Gurman soll in den nächsten Monaten eine komplett neue iMac-Generation auf den Markt kommen. Dabei soll das 21,5-Zoll-Modell durch eine 23-Zoll-Ausführung ersetzt werden. Eine Anhebung der Bildschirmgröße könnte es dann auch beim aktuellen 27-Zoll-iMac geben - in Richtung 30 Zoll. Im Zuge der iMac-Überarbeitung wird sich Apple hoffentlich endgültig vom Festplatten-Anachronismus verabschieden (zugunsten SSD-only) - auch die Fusion-Drives mit ihrem kleinen SSD-Anteil sind längst nicht mehr zeitgemäß und bremsen das System unnötig aus.

Neue iMac-Modellreihe

iMac: Redesign soll in den Startlöchern stehen - hoffentlich ohne Festplatten.
Foto: Apple.

 

Welche weiteren Neuerungen sind beim kommenden iMac zu erwarten? Zu nennen sind hier die True-Tone-Displaytechnik, schnelleres WLAN (802.11ax), Bluetooth 5.0, der T2-Coprozessor sowie aktuelle Intel-Prozessoren und AMD-Grafikchips. Schmalere Ränder - analog zu anderen Apple-Produkten - würden den iMac äußerlich wieder attraktiver machen. Auch bei Kühlsystem und Lautsprechern könnte es Fortschritte geben, wie bereits beim 16-Zoll-MacBook Pro. Eine optionale Touch-Bar-Tastatur wäre eine weitere Möglichkeit.

iMac Pro: Gerüchten zufolge soll sich beim High-End-iMac ebenfalls in absehbarer Zeit etwas tun. Upgrades bei CPU und GPU gelten als sicher, möglicherweise wird auch hier ein größeres Display Einzug halten - vielleicht eine "Light"-Version des Pro Display XDR?

Zuletzt wurde der iMac im März 2019 aktualisiert. Mehr dazu in "Apple stellt neue iMac-Generation mit bis zu acht Prozessorkernen und schnelleren Grafikkarten vor".

Kommentare

Derzeit arbeite ich auf meinen Mac mini, aber ein iMac mit stärkerem Prozessor und auch seiner durch die GPU ermöglichte Performance im Gaming Bereich wäre schon was Geniales.

Nur das kleine Display von lediglich 27" hat mich vom Kauf bis jetzt abgehalten.
Eine Variante mit mind. 34" wäre super!!!! :-) Bitte Apple, DANKE!

Mac mini 2018 3,2Ghz Core i7, 32GB Ram 512GB SSD

Eine Preisanpassung nach unten wäre wünschenswert. Insbesondere bei den jetzigen iMacs mit SSD zählt man für mehr Platz schon ganz schön SSD-Aufschlag.

Von den Prozessoren erwarte ich allerdings keine ARM-CPUs. 

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.

mh.. es ging ja schon bei den Smartphones hin und her, erst alles kleiner, noch kleiner, bis kein Finger mehr passt, dann größer und noch größer, dass es fast kaum mehr in eine Hand passt... auch bei den Laptops ging es so, jetzt bei den Desktops ebenfalls... dort scheint ja der Größenwahn noch nicht so ganz erreicht, ähnlich wie bei den TVs, das Ende bei 2 Meter Diagonale?.... ;-))... letztendlich entscheidet wohl der Kunde was anspricht und irgendwann nicht mehr... mei, wir waren ja damals 1886 oder war es 1986?...  ja schon froh und überglücklich bei einem 19" oder gar 21", das waren WELTEN.

Gute SSD sind halt teuer und Apple wird sie erst dann serienmäßig einbauen, wenn der Preisunterschied kaum noch spürbar ist zu den damaligen normalen Festplatten. Das war auch bereits beim Umstieg von den Röhrenmonitoren auf LCD/LED und OLED zu sehen. Apple wird eben nicht einfach auf die Billigschiene umsteigen, sonst gehen die Margen flöten.

Ich finde es interessant zu sehen wie einfach man bei uns allen neue Wünsche als »must have« etablieren kann bis die Psyche es glaubt, dass man es jetzt wirklich braucht, jetzt sofort und alle es kaum abwarten können... :-)

Apple war in den 80er-Jahren mal dafür bekannt, gigantisch großzügige RAM-Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Angesichts des Premiumanspruchs von Apple sehe ich die heutige Speicherpreispoitik als extrem geizig an.

8/256GB waren als Einstiegskonfigs noch akzeptabel bei MB Air und Billig-iMac. Alle Geräte, die Pro im Namen tragen und die höherpreisigen iMacs sollten mind. 16/512 GB als Startkonfig haben. Zumindest, was die SSDs angeht, scheint Apple ja ein Einsehen zu haben. 128GB waren für mich für jede Art von Mac ab spätestens 2016 völlig indiskutabel.

Und gute SSDs müssen überhaupt nicht teuer sein. Erst recht nicht für einen OEM. Samsung beweist das ja mit seinen M2-SSDs. Viel besser/schneller sind die in den Macs auch nicht. Mehrere 100 Euro Aufpreis pro 250GB mehr ist einfach unverschämt.

Was den iMac angeht, finde ich 23" einen idealen Kompromiss zwischen den mittlerweile eigentlich zu kleinen 21" und den mir viel zu großen 27". Da muss man ja fast 1 Meter vom TFT entfernt sitzen.

Das kenne ich ja noch aus PPC-Zeiten - ein Jahr später gibt es die vierfache Geschwindigkeit fürs gleiche Geld, und drei Jahr später läuft kein aktuelles Betriebsystem mehr auser Linux und Windows.

Vermutlich will Apple mit dem ARM-Switch nochmal so richtig Kasse machen durch Upgrades und dann gegen Ende des Jahrzehnts den Mac zum legacy Produkt erklären. Von oben so richtig gewollt und gefördert wird die Tabletschiene, sonst nichts. Der Mac ist nur noch ein lästiger Geschäftsbereich aus grauer Vorzeit mit nerviger Kundschaft (weil die z.B. Software aus allen Quellen laden will, echte Arbeitshardware mit echten Pro-Features und ein unkastriertes OS will, auf Bug-Fixes besteht und Softwaresupport 10+ Jahre benötigt). Weg damit!

Apple hat im GJ 2019 mit dem Mac insgesamt 25,7Mrd. USD Umsatz gemacht. Also 10% des Gesamtumsatzes von 260Mrd. USD. Ich finde das gar nicht so wenig angesichts der Tatsache, dass es den sehnsüchtig erwarteten Mac Pro noch gar nicht gab und die Tastaturprobleme bei allen Macbooks sicher die Verkäufe extrem gebremst haben und sicher einige beim iMac auf eine Auffrischung gewartet haben. Berücksichtigt man, dass der PC-Markt seit letztem Jahr zum erstenmal wieder wächst, ist die Mac-Sparte also unterentwickelt, d.h. gut und relativ leicht ausbaufähig.

Zum Vergleich:

Das iPhone macht etwa 50% vom Umsatz

Das iPad macht etwa 8% vom Umsatz

Etwa 30% entfallen auf Dienste und sonstige Produkte

noch nicht solange her, da war Musik gleich CD und Filme DVD, nun wir fast nur noch gestreamt. Der Desktop wird vielleicht durch eine mobile "bessere Tastatur" ersetzt.