Apple-Kartendienst informiert jetzt auch in Europa über Blitzer

29. März 2021 15:30 Uhr - Redaktion

Im Rahmen der Modernisierung von Apples Kartendienst wird jetzt eine weitere Funktion in Europa ausgerollt: Hinweise zu stationären Blitzern während der iPhone- und CarPlay-Navigation. Zuvor auf die USA und Kanada beschränkt, informiert der Kartendienst des Computerpioniers nun auch in Belgien, Großbritannien, Irland, Österreich, den Niederlanden, Norwegen und Schweden über stationäre Blitzgeräte, die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Ampeln überwachen.

Deutschland ist freilich ausgenommen, denn hierzulande dürfen sogenannte Blitzer-Apps nicht verwendet werden. Daher zeigt der Apple-Kartendienst für Deutschland keine Standorte von Blitzgeräten an. Es ist davon auszugehen, dass Apple die Blitzer-Hinweise schrittweise in vielen europäischen Staaten einführen wird, sofern dies die jeweilige Gesetzeslage zulässt. Auch in Australien, Brasilien und Neuseeland wurde die Funktion zu Wochenbeginn aktiviert, meldet 9to5Mac.

 
Apple-Kartenmaterial
 
Verbessertes Kartenmaterial: Neu (oben) vs. alt (unten).
Bild: Apple.

 

Davon unabhängig läuft weiterhin die Aktualisierung des Kartenmaterials. Im Zuge der Umgestaltung verabschiedet sich das Unternehmen schrittweise von externen Datenquellen und setzt auf eigenes Kartenmaterial, das unter anderem mittels einer weltweit agierenden Fahrzeugflotte erstellt und aktualisiert wird. Die USA, Kanada, Großbritannien und Irland wurden bereits mit dem neuen Kartenmaterial versorgt, weitere Länder folgen laut Apple in den nächsten Monaten.

Zum Thema: Kartendienst: Apples Kamera-Autos wieder in Deutschland unterwegs.

Kommentare

Wenn man Geschwindigkeitsbeschränkungen beachtet, braucht es auch keine Blitzer-Hinweise.

Ich habe in 36 Jahren Fahrpraxis noch keine Warn-App gebraucht. Pro-Tipps: Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten, dem Vordermann nicht im Kofferraum (oder auf dessen Rückbank) Platz nehmen, defensiv und vorausschauend, rück- und schulterblickend fahren, Fahrradfahrer mit großzügigem Seitenabstand überholen, Fußgängern auf Zebrastreifen den Vortritt lassen, beim Rechtsabbiegen lieber dreimal hingucken und im Zweifel anhalten, Fahrtrichtungswechsel rechtzeitig und grundsätzlich immer per Blinker signalisieren (auch in Wohngebieten und auf der Spielstraße!), bei Gelb verlangsamen und vor roten Ampeln an-hal-ten. Beim Türenöffnen die holländische Methode anwenden.

Nein, das ist nicht unnötig. Leider. Eine einzige Fahrt im morgendlichen Berufsverkehr, und man trifft jede Menge Kandidaten und Kandidatinnen, die sich zu praktisch all dem konträr verhalten. Besonders Nichtblinken, über rote Ampeln braken und generell einfach mal großzügig viel zu schnell fahren scheinen zum allgemeinen Volkssport avanciert zu sein.  Ein weiterer Pro-Tipp: Wenn du meinst, zu schnell fahren zu müssen, um noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, steh schlicht früher auf und fahr vor allem rechtzeitig los.

Was mich betrifft, kann es gar nicht genug Geschwindigkeitsbeschränkungen geben. Ich bin ganz klar pro autofreie Innenstädte, 30 Km/h innerorts, 130 Km/h Maximalgeschwindigkeit auf Autobahnen - und befürworte das Blitzerwarn-App-Verbot absolut.

https://anwaltauskunft.de/magazin/mobilitaet/auto/blitzer-warnung-was-i…

Da steht's klipp und klar: Wird man mit aktivierter Blitzer-App erwischt, muss man ebenfalls mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Also dürfte es die Blitzer-App eigentlich gar nicht geben - denn wie ist das genau mit der Beihilfe?

Ähnliches gilt in der Schweiz laut https://www.bussgeldkatalog.net/blitzer/radarwarner-schweiz/ 

Die öffentliche Verbreitung von Blitzer-Standorten ist grundsätzlich untersagt. Autofahrer müssen, wenn sie bei Benützung von entsprechenden Geräten oder Apps ertappt werden, mindestens mit einem Bussgeld bzw. einer Geldbusse in Höhe von 200 Euro rechnen. Die Beamten können zudem das entsprechende Gerät beschlagnahmen. Die Weitergabe von Blitzer-Standorten mithilfe von Foren, Social-Media-Gruppen, Lichthupe, Handzeichen oder Zetteln ist ebenfalls untersagt.

Es gibt etliche gesetzliche Regelungen, nach denen Werbung und Verkauf von Dingen verboten, deren Besitz aber erlaubt oder geduldet ist (ich habe gerade leider kein Beispiel parat). Die Blitzer-Apps dürfen halt verkauft, aber nicht bestimmungsgemäß eingesetzt werden. Solange der Verkäufer seine Kunden darüber ordnungsgemäß in Kenntnis setzt, ist er raus aus der Nummer. Wenn man sie nicht im Straßenverkehr oder zur Warnung anderer nutzt, ist ihr Gebrauch auch nicht verboten.

Außerdem dürfte es schwierig werden, die Nutzung nachzuweisen. Dürfte nur Fahrer betreffen, die sich wirklich unklug angestellt haben. Das Telefon wird natürlich bei einer Kontrolle sofort gesperrt oder gleich ganz ausgeschaltet - und bleibt das auch. Würde ich aus Datenschutzgründen jederzeit und überall so handhaben, sobald eine Kontrolle befürchtet werden muss. Gilt also auch für Flughäfen-Sicherheitsbereiche, Zollstellen und andere neuralgische Punkte.

Wenn jemand stark motorisiert ist, kommt er sehr leicht mal über die Begrenzung, wenn nicht die ganze Zeit auf den Tacho gestarrt wird.

Ausser jemand ist Großstadt-Jockey und kurvt die ganze Zeit Kurzstrecke mit kaltem Motor in der Gegend herum.

@mac.maniac: Ad hominem; persönliche Beleidigungen disqualifizieren für eine Fortführung des Gesprächs. eod & plonk

@linne: Radarwarn-Apps sind nicht verboten. Wenn derjenige, der das behauptet, seine "Referenz" gelesen hätte, wäre das auch ihm klar. (Allen Ernstes ein Produkt des Axel-Springer-Verlags als "seriösen" Beleg anzugeben, spricht Bände - Bild, die Quelle der Wahrheit ...)

Blitzerwarnungen im Radio sind offensichtlich ok. Warn-Apps dürfen verkauft und besessen werden. Der Fahrzeugführer darf sie während der Fahrt nicht benutzen. Der Beifahrer hingegen schon. Er darf dem Fahrer die Warnungen bloß nicht weitergeben, aber
a) wo kein Kläger, da kein Richter, oder b) "Oops, mein Navi stand versehentlich auf laut". ^^

Ist also tatsächlich eine Grauzone. Eher mehr so dunkelgrau, und über die moralischen Implikationen ließe sich diskutieren, aber verboten sind sie halt nicht. 

sind auch verboten, aber jeden besseren Tag werden Fahrer damit erwischt. Oder andere unbeteiligte unter Drogeneinfluss Totgefahren.

Ich wollte mit meinem Kommentar nur dazu beitragen, dass das Fahren im Lande sicherer wird. 

warum geben die Radiosender ständig Blitzerwarnungen im laufenden Programm durch

Ablenkungsmanöver! Wo Blitzer gemeldet sind, fahren eh fast alle langsam. Die mobilen Blitzer können dann woanders Abzocken.

Das Problem ist, dass man mit Appellen an die Vernunft oft nur die ohnehin Zugänglichen und Vernünftigen erreicht. Damit trägt man aber mehr oder minder Eulen nach Athen ... Bei denen, die eigentlich damit adressiert werden sollen, stoßen sie in der Regel auf taube Ohren. Da helfen leider nur andere bzw. drastischere Maßnahmen.

Rasen ist auch verboten. Trotzdem betrachten viele Geschwindigkeitsübertretungen als Kavaliersdelikte. Straßenrennen sind in manchen Städten - und auf den umgebenden Autobahnen - mittlerweile fast an der Tagesordnung, und am Wochenende treffen sich Protzer und Tuner, um mit ihren tiefergelegten, nicht länger verkehrstüchtigen Karren Kreise um Kirche bzw. Boulevards zu drehen. Oder Donuts auf Supermarktparkplätzen. Nach meinem Eindruck haben Trunkenheitsfahrten und Fahren ohne Führerschein ebenfalls zugenommen, oder es wird stärker kontrolliert und transparenter darüber berichtet.

Wenn mehr Menschen sich halbwegs vernünftig verhalten würden, glichen die Straßen weniger einem Kriegsgebiet bzw. Schlachtfeld, trotz stetig steigender Zulassungen. Ich hege wenig Hoffnung, dass sich ohne drastisch geänderte Verkehrskonzepte Wesentliches daran ändern wird. Wir brauchen ein massives Umdenken bezüglich Mobilität, wie es unsere diesbezüglich fortschrittlicheren europäischen Nachbarn längst vorleben. Und zwar bereits seit Jahrzehnten.

Ich finde es gut und richtig und sinnvoll, dass die aktive Nutzung von Blitzer-Apps verboten ist. Unsere Straßen würden mit strengeren Limits und schärferen Kontrollen sicherer. Letzten Endes ist auf Dauer aber der sinnvollste Weg der weg vom Auto und hin zu alternativen Verkehrsmitteln überall dort, wo dies möglich und machbar ist: AAAA, All Ages, All Abilities. All the time.

Es gibt etliche gesetzliche Regelungen, nach denen Werbung und Verkauf von Dingen verboten, deren Besitz aber erlaubt oder geduldet ist (ich habe gerade leider kein Beispiel parat).

Offensichtlich gelogen , um Kompentenz zu heucheln.

Ich finde es gut und richtig und sinnvoll, dass die aktive Nutzung von Blitzer-Apps verboten ist.

 

...auch etwas Substanzielles zum Thema beizutragen?

Und einen Moment später schon wieder moralisieren. Ich glaube, the "realDonaldTrump" hat einen Account auf Macgadget.

... alle 200m eine neue Geschwindigkeit? Das ist doch das Problem, auch wenn man ordentlich fährt. Dieser Schilderwahn ist komplett idiotisch und hilft nicht.

Aus diesem Grund nutze ich die Blitzer App gerne. Oft werden "Fallen" aufgestellt an Stellen, an denen es überhaupt keinen Sinn macht - und auf die man evtl. auch nicht achtet. Das ist nicht fair, also schütze ich mich.

Problem ist nicht die Sportfahrer, sondern die Sonntagsfahrer ohne Fahrzeugbeherrschung bauen die Unfälle. und natürlich Fahranfänger, die glauben ein Wettrennen veranstalten zu müssen. Die Verkehrsregeln werden leider nach den 0815 Sonntagsfahrern, die meinen einen Unfall bauen zu müssen ausgelegt.

Problem ist nicht die Sportfahrer, sondern die Sonntagsfahrer ohne Fahrzeugbeherrschung bauen die Unfälle.

Das Problem sind definitiv rücksichtslose Idioten, die sich anderen überlegen fühlen und ihre Zeit  für wichtiger als das Leben anderer halten.