M1-Macs: Betrieb von bis zu sechs externen Bildschirmen per Adapter möglich

25. Nov. 2020 16:00 Uhr - Redaktion

Es ist momentan eines der größten Rätsel der Macs mit M1-Chip: Obwohl die integrierte GPU äußerst potent ist, wird von Apple offiziell nur der Betrieb von zwei externen Bildschirmen (Mac mini) bzw. eines externen Bildschirms (MacBook Air und MacBook Pro) unterstützt. Die direkten Intel-basierten Vorgängern schaffen jeweils einen Monitor mehr. Technisch ist mit den M1-Macs jedoch viel mehr möglich, wie ein findiger User jetzt demonstriert hat.

Ruslan Tulupov zeigt auf YouTube, wie sich sechs Bildschirme am neuen Mac mini und fünf Displays am MacBook Air betreiben lassen. Dazu verwendete er die DisplayLink-Software und mehrere Adapter. Demnach laufen die Konfigurationen problemlos und flüssig mit Auflösungen von bis zu 4K. Bereits zuvor demonstrierte Tulupov, wie sich mit einem einzigen Adapter drei Bildschirme an den ARM-Macs nutzen lassen.

 
Apple-Prozessoren für Macs
 
M1-Chip: Warum begrenzt Apple die Unterstützung für externe Monitore?
Bild: Apple.

 

Es zeigt sich: Sowohl die GPU als auch die Controller-Technik der M1-Macs ist grundsätzlich fähig und leistungsstark genug, um mehrere Monitore gleichzeitig anzusteuern. Weshalb Apple dies nicht serienmäßig gestattet, darüber kann derzeit nur spekuliert werden. Wird eine erweiterte Bildschirm-Unterstützung vielleicht später via macOS-Update nachgereicht? Oder ist es eine bewusste Entscheidung des Unternehmens, um die Low-End-Macs mit M1 von kommenden Modellen mit stärkerem Chip abzugrenzen?

Unsere bisherige Berichterstattung zu den ersten ARM-Macs im Überblick:

• Apples Software-Chef über ARM-Windows auf ARM-Macs: "Es liegt bei Microsoft" (24. November)

• Details rund um die Macs mit M1-Chip: Bootmanager, Apple-Manager im Interview, iOS/iPadOS-Apps auf dem Mac, Blick ins Innenleben und mehr (20. November)

• Umstieg auf M1-Macs geplant? Kostenfreies Tool durchforstet den Mac nach bereits angepasster Software (20. November)

• ARM-Macs: Windows-Software läuft via CrossOver und Rosetta (19. November)

• Apple startet Auslieferung der M1-Macs - mehrwöchige Lieferzeiten (17. November)

• Macs mit M1-Chip: Offizielle Geekbench-Werte, erste Cinebench-Tests (17. November)

• Grafikleistung: Apple M1 schlägt Radeon RX 560 und GeForce GTX 1050 Ti (16. November)

• Geekbench: MacBook Air mit M1-Chip schlägt schnellstes 16-Zoll-MacBook-Pro (12. November)

• Macs mit M1-Chip unterstützen weniger externe Bildschirme, kein eGPU-Support (11. November)

• Macs mit M1-Chip: Erste Apple-Benchmarks für Final Cut Pro X, Logic Pro X, Xcode und Affinity Photo (11. November)

• Apple stellt MacBook Air mit M1-Prozessor vor: Deutlich höhere Rechen- und Grafikleistung, lüfterloses Design, längere Akkulaufzeit, niedrigerer Preis (10. November)

• Apple: 13-Zoll-MacBook-Pro jetzt mit M1-Prozessor für höhere Performance und längere Akkulaufzeit (10. November)

• Apple stellt neuen Mac mini mit M1-Prozessor vor (10. November)

• Apple nennt Einzelheiten zum M1-Chip der neuen Macs (10. November)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Nutzung von Software aus allen Quellen weiterhin möglich (24. August)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Häufig gestellte Fragen und Antworten (07. Juli)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Neuer Boot-Manager, Ersatz für Target-Disk-Modus, Booten von externen Volumes weiter möglich (25. Juni)

• x86-Software auf ARM-Macs: So funktioniert Rosetta 2 (25. Juni)

• Mehr Software für den Mac: iOS-Apps laufen ohne Anpassungen auf ARM-Macs (24. Juni)

• Parallels kündigt Unterstützung für ARM-Macs an - Windows-Kompatibilität noch nicht offiziell bestätigt (23. Juni)

• Es ist offiziell: Apple stellt Macs auf ARM-Prozessoren um - erste Systeme bereits gegen Jahresende (23. Juni)

Kommentare

Es ist schon ein ziemlicher Widerspruch. Einerseits ist die Grafikleistung der M1-Macs im Vergleich zu intel-macs deutlich höher, andererseits lassen sich weniger Monitore anschließen. Es wäre denkbar, das sich bei mancher Kombi irgendwelche komischen Probleme gezeigt haben, und Apple ist dann auf Nummer Sicher gegangen und hat zunächst einmal die Zahl der Monitore strikt begrenzt. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ein Update, und plötzlich sind auch mehr Bildschirme möglich. Könnte ich mir beim derzeitigen Erkenntnisstand durchaus vorstellen. Warten wir es ab.

Eine bewusste Entscheidung zur Unterscheidung? Dafür sorgt alleine schon die Begrenzung auf 16 GB RAM und die zwei TB-Anschlüsse (die sich nicht per update ändern lassen).

Wie bei Apple üblich sollte man wohl immer die Finger von der 0: Generation eines Produkts lassen.

Das sah man bei der Watch, beim iPad, beim iPhone usw. Das zeigt, was grundsätzlich geht, aber erst nach dem größeren Update sind die Dinger dann langlebiger. Mir juckt es zwar in den Fingern, aber ich warte es mal ab.

Das kann man doch so diesmal gar nicht sagen.

Die M1 Macs haben schon für die 1. Generation unbestreitbar viele Vorteile: Performance, Akku, iOS Apps, WLAN 6 usw. Günstiger sind sie auch.

Der große Wurf ist bereits geglückt.

Das lässt sich mit der funktionsarmen ersten Apple Watch z. B. überhaupt nicht vergleichen. Auch iPhone und iPad sind da nur sehr beschränkt als Vergleich tauglich, da das damals völlig neue Geräte Kategorien waren. Hier trifft die Aussage bezüglich 1. Generation zu.

Das ist beim Mac nicht der Fall - es gab ihn schon lange vorher. Zudem hat Apple schon 10+ Jahre Erfahrung beim Chip Design.

Ich werde mir ein MBA M1 holen, das steht bereits fest. Die, die es bereits getan haben, sind praktisch nur am schwärmen.

... Ich bin bei Apfelsaft: das MBA fühlt sich wirklich sehr gut an. Sehr, sehr gut. Ich habe dafür mein privates MBP 13" 2018 4.-Kern verkauft. Warum? Das Lüfterlose Design hat mich schon beim 12" MacBook fasziniert. Nur leider war der etwas lahm und immer ziemlich warm. Das MBA M1 ist fix, unkompliziert, günstig, erwachsen. Die Sache mit den Monitoren - was solls. Vielleicht kann man ja mal mehr anschliessen. Momentan kann ich perfekt meinen alten LG 27" 4k Monitor über USB-C anschließen und laden und haben noch nen kleinen Hub drin. Perfekt. Im Sommer kann ich das Teil an meiner Zerg-Solaranlage betreiben.

Hab den ganzen Tag beim Arbeiten das 16 Zoll Intel 6-Core vor mir, und das bläst in einer Tour, ohne Unterbrechung. Ohne Bose NC kaum auszuhalten.

Ich muss echt sagen: so toll fand ich schon lange keinen Mac mehr. Ich glaub das Apple PowerBook G3 14" (Wallstreet) war ähnlich sexy. Aber halt auch sauteuer. Und wann war das? Vor 20 Jahren?

Ach ja: wenn Ihr kauft - ich rate zum 16 GB Model. Auch wenn die SSD Anbindung schnell ist. RAM ist halt RAM.

Was soll es für einen Sinn haben, an einen Mac der Einsteiger- bzw. Lower-End-Klasse 6 Monitore anzuschließen? Außer zur Videoüberwachung? Ein bis zwei zusätzliche Monitore für Videoschnitt, EBV oder Gaming finde ich sinnvoll. Aber darüber hinaus?

Davon ab: Das Design der aktuellen Macs besteht seit 2012 (Mac Mini) bzw. 2016/17/18 (Macbooks). Bei Gehäusequalität, Wärmeabführung, Bildschirm, Netzteilen, Akkus sind die Teile also schon sehr ausgereift. Nur Motherboard, SoC und SSDs sind neu, nein eigentlich auch Weiterentwicklung von Systemen, mit denen Apple bereits langjährige Erfahrung hat.

Das MB Air M1 ist für mich der absolute Burner im Apple Programm. Eine derart gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gab es noch nie. Das Teil erspart mir jetzt den ursprünglich geplanten Kauf eines MB Pro 16", das ich nicht wegen der TFT-Größe, sondern notgedrungen nur wegen der Leistung wollte.